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Compaq steigert Umsatz nur um ein Prozent

26.04.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Compaq Computer hat für sein erstes Geschäftsquartal einen Nettoprofit von 325 Millionen Dollar oder 19 Cent je Aktie ausgewiesen. Das sind 16 Prozent mehr als noch im Vergleichsquartal des Vorjahres. Das Ergebnis beinhaltet allerdings einen außergewöhnlichen Gewinn in Höhe von 68 Millionen Dollar oder drei Cent pro Anteilschein aus dem Verkauf von Beteiligungen. Um welche Investitionen es sich dabei handelte, wollte der PC-Hersteller aus Houston, Texas, nicht bekannt geben. Der Umsatz des Unternehmens belief sich auf 9,51 Milliarden Dollar und lag damit um lediglich ein Prozent über den Einnahmen des Vorjahresquartals. Für das schwache Wachstum machte Compaq-Chef Michael Capellas vor allem das Jahr-2000-Problem verantwortlich.

Der operative Gewinn der Einheit Enterprise Solutions and Services fiel von 652 Millionen Dollar im Vorjahr auf 568 Millionen Dollar, da Unternehmen den Einkauf von Großrechnern drosselten und die Verkaufszahlen in Europa zurückgingen. Über das Jahr verteilt generiert diese Division 50 Prozent des Konzernumsatzes. Capellas zeigte sich jedoch optimistisch, schließlich lägen ihm bereits 120 Bestellungen für den neuen "Alpha"-Computer vor, der voraussichtlich am 16. Mai vorgestellt wird. Im zweiten Quartal will Compaq rund 200 Stück des neuen Servers verkaufen.

Im Bereich der kommerziellen PCs meldete Compaq einen operativen Verlust von 19 Millionen Dollar. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres erwirtschaftete diese Division noch einen Gewinn von 25 Millionen Dollar. Immerhin lag das Minus diesmal deutlich unter dem des vierten Geschäftsquartals des vergangenen Jahres (minus 79 Millionen Dollar).

Der operative Gewinn der Consumer-PC-Einheit betrug wie auch im Vorjahr 82 Millionen Dollar, obwohl der Umsatz hier um 35 Prozent auf 1,8 Milliarden Dollar gestiegen war.