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Commerce One leidet unter hohem Verlust und Umsatzeinbruch

23.01.2002
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Commerce One verbuchte im abgelaufenen vierten Quartal 2001 einen weiteren Umsatzrückgang und höhere Verluste. Auf Netto-Basis weist der angeschlagene Anbieter von Software für elektronische Marktplätze ein Defizit von 168,3 Millionen Dollar oder 59 Cent pro Aktie aus. Im Vorjahr lag der Fehlbetrag liegt bei 197,5 Millionen Dollar oder 99 Cent je Anteil. Zwar schnitt Commerce One jetzt etwas besser ab, doch das Ergebnis des vorhergehenden dritten Quartals (Nettoverlust 119 Millionen Dollar) wurde nicht erreicht. Auf Pro-forma-Basis wuchs der Verlust im Jahresvergleich von 13,3 Millionen Dollar oder sieben Cent je Aktie auf 66,5 Millionen Dollar beziehungsweise 23 Cent pro Anteil. Die Analysten hatten laut First Call/Thomson im Schnitt nur mit einem Pro-forma-Defizit von 16 Cent je Anteilschein gerechnet.

Die Einnahmen sanken im Jahresvergleich von 191,4 Millionen auf 56 Millionen Dollar. Im vorhergegangenen Dreimonatszeitraum hatte das Unternehmen noch 81,1 Millionen Dollar umgesetzt. Im vierten Quartal ging das Geschäft mit Softwarelizenzen verglichen mit dem Vorjahreszeitraum von89,3 auf 15 Millionen Dollar zurück. Nachdem ein großer Teil der Lizenzeinnahmen laut Commerce One im vierten Quartal aus der inzwischen eingeschränkten strategischen Partnerschaft mit SAP (Computerwoche online berichtete) stammten, sieht die Zukunft des B-to-B-Softwareanbieters nicht gerade rosig aus. Wie CEO Mark Hoffman erklärte, haben die beiden Unternehmen jedoch vereinbart, die strategische Entwicklung der Marktplatzlösung "Marketset" fortzusetzen und die Einnahmen zu teilen. Außerdem verkündeten die Kalifornier den Abschluss einer

Vereinbarung mit Compaq. Diese sieht vor, dass die beiden Firmen künftig Commerce-One-Software im Bündel mit Hardware und Dienstleistungen der Texaner an kleine und mittlere Unternehmen zu verkaufen.