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Comdex: iSCSI-Vertreter blasen zum Sturm auf die FC-Festung

19.11.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die Auseinandersetzung darüber, welcher Standard sich für Datentransporte in Storage Area Networks (SANs) durchsetzt, wird härter. Während FC-Verbindungen (Fibre Channel) nach wie vor die Standard-Technik bilden, holen Hersteller mit iSCSI-Produkten allmählich auf.

Auf der diesjährigen Comdex stellt QLogic eine neue Netzkarte inklusive Management-Software vor, die auf dem iSCSI-Standard basiert. Vorteil dieser Technik ist, dass die Datenübertragung mit bereits bestehenden TCP/IP-basierenden Ethernet-Netzinfrastrukturen funktioniert. Allerdings erreicht die Technik mit einem Gigabit pro Sekunde (Gbit/s) noch nicht die Übertragungsgeschwindigkeiten des Fibre-Channel-Standards. Verbesserungen bei iSCSI sind insofern problematisch, weil die Datenübertragung über die CPU-Leistung der angeschlossenen Server geregelt wird. Je höher die Geschwindigkeit, desto höher auch die Belastung der Prozessoren. Viele Hersteller, darunter auch QLogic, gehen deshalb mittlerweile dazu über, Chips in die Speichernetz-Devices zu integrieren, die dediziert für die Übertragung der Daten zuständig sind.

Währenddessen baut die Fibre-Channel-Fraktion weiter auf ihren Geschwindigkeitsvorteil. So präsentierte die Firma Emulex auf der Messe in Las Vegas den Prototypen einer 10 Gbit/s-schnellen Fibre-Channel-Verbindung. Der Spezialist für FC-Host-Bus-Adapter setzt dabei auf Chipprodukte von Finisar. Der aktuelle Standard für FC-Verbindungen liegt bei 2 Gbit/s. Einige Hersteller orientieren sich mittlerweile an beiden Seiten. So unterstützt beispielsweise Cisco, ursprünglich ein Verfechter der iSCSI-Technik, inzwischen auch den Fibre-Channel-Standard. (ba)