Cloud Computing

Colt fordert Standards und Zertifikate

Jürgen Hill ist Teamleiter Technologie. Thematisch ist der studierte Diplom-Journalist und Informatiker im Bereich Communications mit all seinen Facetten zuhause. 
Der Carrier Colt wünscht sich ein brachenweites Übereinkommen für gemeinsame Spezifikationen in Sachen Cloud Computing.

Das TK-Unternehmen mit deutscher Zentrale in Frankfurt hat sich den Forderungen nach einer rascheren Erarbeitung und Einführung von Industriestandards im Bereich Cloud Computing angeschlossen und ist dem "Open Cloud Manifesto" beigetreten. "Derzeit bestehende Cloud-Computing-Standards sind weder in regulatorischer noch in technischer Hinsicht kohärent", beschreibt Maggy McClelland, Managing Director von Colt Managed Services, die Marktsituation. Deshalb müssen nach Meinung der Managerin die Bemühungen für ein branchenweites Übereinkommen verstärkt werden. Klärungsbedarf sieht der Carrier hier vor allem bei der Frage, welche Aspekte standardisiert werden sollten. Dabei unterstützt der Netzbetreiber nach eigenen Angaben die Entwicklung von Open-Cloud-Standards einschließlich eines Rahmenwerks für die Zertifizierung und Regulierung von entsprechenden Services.

Colt zufolge sollten entsprechende Spezifikationen Themen wie Risk Management, Compliance, Vorratsdatenspeicherung, Sicherheit und Business Continuity adressieren, denn hier drücke den Anwender der Schuh. "Beim Thema Cloud Computing konzentriert sich die Branche zu sehr auf technologische und technische Diskussionen", kritisiert Managerin McClelland. Gleichzeitig appelliert sie an die Nutzer von Cloud Computing, sich über die Risiken bei der Auslagerung von Daten und Applikationen über Cloud-basierende Dienste zu informieren. "Die Daten gehören nach wie vor dem Unternehmen, und es trägt auch die Verantwortung dafür", mahnt die Managerin. (hi)