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Cognos-Zahlen: Weder Fisch noch Fleisch

23.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Business-Intelligence-Spezialist Cognos hat sein zweites Fiskalquartal (Ende: 31. August) mit durchwachsenen Zahlen abgeschlossen. So stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 14 Prozent auf 212 Millionen Dollar. Die Lizenzeinnahmen konnten jedoch nur um vier Prozent auf 78,6 Millionen Dollar zulegen. Dies lässt sich damit erklären, dass das Unternehmen unlängst seine neue Softwaregeneration "Cognos 8 BI" vorgestellt hat (siehe "Cognos hebt die Marke im BI-Markt") und einige Anwender folglich neue Investitionen in Programme herausgezögert haben.

Der Nettogewinn des Unternehmen wuchs ebenfalls um vier Prozent auf 28,7 Millionen Dollar oder 31 Cent je Aktie und übertraf die Prognosen um einen Cent. Das Management des kanadischen Softwarehauses bezeichnete die Zahlen als "solide". Allerdings blieb der kurzfristige Ausblick hinter den Erwartungen zurück. So plant Cognos im laufenden Quartal einen Umsatz zwischen 230 Millionen und 237 Millionen Dollar. Der Gewinn soll sich auf 36 bis 39 Cent je Aktie belaufen. Hier sind Analysten von einem Profit von 40 Cent ausgegangen, während die Umsatzprognosen des Cognos-Managements und der Wallstreet übereingestimmt haben. Cognos erklärte die Abweichung bei der Gewinnprognose mit einem stark gestiegenen kanadischen Dollar. Die Ziele für das Gesamtjahr hielt das Unternehmen aufrecht. Man werde umsichtig mit den Kosten umgehen, hieß es. (ajf)