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Cognos warnt vor schwachem Jahresauftakt

06.06.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das neue Geschäftsjahr hat für den Business-Intelligence-Spezialisten Cognos schlechter begonnen als ohnehin befürchtet. Das kanadische Unternehmen warnte davor, dass die Umsätze im Ende Mai abgelaufenen ersten Fiskalquartal lediglich 198 bis 200 Millionen (US-)Dollar betragen werden. Damit liegen die Einnahmen zwar um 14 Prozent über dem Wert im Vorjahreszeitraum, aber unter der bereits niedrig angesetzten Prognose von 202 bis 210 Millionen Dollar.

Die Schuld an den niedrigen Erlösen gab die Company in erster Linie dem Umstand, dass sie weniger große Aufträge unter Dach und Fach bringen konnte als erwartet. Gleichzeitig habe es nicht genügend andere Chancen gegeben, um diese verpassten Deals zu kompensieren, erklärte Firmenchef Rob Ashe auf der Telefonkonferenz am vergangenen Freitag. Zu einem geringeren Teil machte Cognos außerdem den gestiegenen Dollarkurs verantwortlich.

Als Resultat rechnet der Softwareanbieter im Berichtsquartal nur mehr mit einem Pro-forma-Gewinn von 21 bis 23 Cent je Aktie. Bislang hatte Cognos einen Wert zwischen 22 und 25 Cent pro Anteil angepeilt.

An der Börse wurde das Unternehmen besonders hart bestraft, da es im Schlussquartal und im Gesamtjahr 2004/05 Rekordergebnisse vorgelegt hatte (Computerwoche.de berichtete): Als Reaktion auf die Umsatz- und Gewinnwarnung sank der Kurs der Cognos-Aktie um fünf Prozent auf rund 35 Dollar. Die endgültigen Quartalsergebnisse wird der Softwareanbieter am 23. Juni vorlegen. (mb)