CeBIT 2014

CODE_n-Wettbewerb feiert innovative Startups

Jan-Bernd Meyer betreut als leitender Redakteur Sonderpublikationen und -projekte der COMPUTERWOCHE. Auch für die im Auftrag der Deutschen Messe AG publizierten "CeBIT News" ist Meyer zuständig. Inhaltlich betreut er darüber hinaus Hardware- und Green-IT- bzw. Nachhaltigkeitsthemen sowie alles was mit politischen Hintergründen in der ITK-Szene zu tun hat.   
In Halle 16 geht IT mit Kunst, technischer Ideenreichtum mit künstlerischer Aussage eine beeindruckende Synthese ein. Hier zeigen Startups und Teilnehmer des CODE_n-Wettbewerbs, was ihnen zu Big Data an Anwendungen einfällt. Gewonnen hat Viewsy aus London.
Von links: Oliver Frese (CeBIT-Chef), Olaf Riedel (EY), Odera Ume-Ezeoke (Viewsy), Chika Mbonu (Viewsy), Khadra Sufi (Moderatorin), Ulrich Dietz (GFT Group, CODE_n)
Von links: Oliver Frese (CeBIT-Chef), Olaf Riedel (EY), Odera Ume-Ezeoke (Viewsy), Chika Mbonu (Viewsy), Khadra Sufi (Moderatorin), Ulrich Dietz (GFT Group, CODE_n)
Foto: GFT AG

Viewsy gibt Einzelhändlern die Möglichkeit, das Verhalten ihrer Kunden im Detail zu verstehen. Wie lange verweilen sie durchschnittlich im Laden? Welche Bereiche frequentieren sie besonders häufig? Und wie regelmäßig besuchen sie das Geschäft? Die Technologie von Viewsy erfasst eine Vielzahl verschiedener Datenquellen, wie etwa die gelaufenen Wegstrecken, interpretiert diese mithilfe statistischer Methoden und macht so die Verhaltensmuster der Kunden begreifbar. Davon können auch Markenartikler profitieren, indem sie exakte Einblicke bekommen, welche Produkte an welcher Position im Laden am besten platziert sind. Rückschlüsse auf die Identität einzelner Personen klammert Viewsy bewusst aus. So werden sämtliche Daten anonymisiert erfasst. Wer dennoch bei seiner Einkaufstour nicht analysiert werden möchte, braucht nur die WLAN-Verbindung seines Smartphone ausschalten.

Spannende Note von Big Data

"All unsere Finalisten geben dem Zukunftsthema Big Data mit ihrem Geschäftsmodell eine eigene, spannende Note. Mit Viewsy prämieren wir ein junges Unternehmen, das eindrucksvoll zeigt, wie man mit einer technologisch ausgereiften Lösung große Datenmengen sicher, intelligent und profitabel nutzen kann", erklärt Ulrich Dietz, Initiator von CODE_n und Mitglied der zehnköpfigen Jury, die Wahl.

In der engeren Auswahl

Die 50 Code_n Finalisten
Die 50 Code_n Finalisten
Foto: GFT AG

In der engeren Auswahl um den CODE_n14-Award waren neben Viewsy noch AutoGrid Systems aus Redwood City in Kalifornien, Sablono aus Berlin und das Münchner Start-up cosinuss°.Insgesamt 450 Bewerber aus 60 Ländern hatten sich in diesem Jahr um einen Platz in der CODE_n-Halle beworben; 50 davon stellen sich noch bis zum Freitag auf der weltgrößten IT-Messe dem Fachpublikum vor. Die Bandbreite der präsentierten Lösungen reicht von in die Zukunft gerichteten Analyseverfahren für die Bereiche Mobilität, Medizin, Finanzdienstleistungen oder Handel bis hin zu Softwarelösungen und Big-Data-basierten Plattformen für den Umwelt- oder Energiesektor.

myTaxi war erster CODE_n-Sieger

Viewsy ist Nachfolger von Changers.com aus Berlin und Greenclouds aus Rotterdam, die im vergangenen Jahr den zweifach vergebenen Preis gewinnen konnten. Bei der ersten Auflage des CODE_n Wettbewerbs 2012 konnte sich myTaxi aus Hamburg durchsetzen.

Aus den Augen eines Künstlers

Die Hallendekoration von Code_n
Die Hallendekoration von Code_n
Foto: David Levene

Das Hallenkonzept, das die Designer Reed Kram und Clemens Weisshaar umgesetzt haben, findet bei den Messebesuchern einhellig großen Anklang. Die beiden Künstler haben das Thema Big Data umgesetzt, indem sie realistische Anwendungsbeispiele wie beispielsweise aus der Hirnforschung oder der Ozeanografie sowie einem Buchscan-Projekt in zwölf Meter hohe Grafiken auf einer Breite von mehreren hundert Metern umsetzten.