Sprung über den "großen Teich"

Cloudcontrol kauft PaaS-Geschäft von Dotcloud

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Cloudcontrol aus Berlin übernimmt das PaaS-Geschäft von Dotcloud, das sich ganz auf seine Container-Technik "Docker" konzentrieren will.

Die Übernahme erfolgt einer Mitteilung zufolge über die US-Tochter Cloudcontrol, Inc.; finanzielle Details wurden nicht mitgeteilt. Mit der Akquisition weite Cloudcontrol sein bislang auf Europa ausgerichtetes PaaS-Geschäft (Platform-as-a-Service) auf den US-amerikanischen Markt aus. "Die Mitgründer von Cloudcontrol und ich hatten immer die Vision, ein global agierendes Unternehmen aufzubauen", kommentiert Philipp Strube, Gründer und Chef von Cloudcontrol.

Pressefoto der Cloudcontrol-Gründer Tobias Wilken, Philipp Strube und Thomas Ruland (v.l.n.r)
Pressefoto der Cloudcontrol-Gründer Tobias Wilken, Philipp Strube und Thomas Ruland (v.l.n.r)
Foto: Cloudcontrol

Man profitiere mit dem Zukauf von der starken Marke und der etablierten Kundenbasis von Dotcloud, die Übernahme werde das nachhaltige Unternehmenswachstum weiter fördern. "Das ist eine einmalige Gelegenheit für uns", erklärte Strube gegenüber der "Wirtschaftswoche". "Wir können unser Geschäft mit einem Schlag verdoppeln - und verfügen jetzt über eine große US-Niederlassung."

Die PaaS-Sparte von Dotcloud startete 2011 als eine der ersten Multi-Language-Plattformen. 2013 startete Dotcloud dann das Docker-Projekt, das sich rasch zum Standard für Open-Source-Containerisierung entwickelte. Daher benannte sich Dotcloud um in Docker und macht sich auf die Suche nach einem Käufer für sein PaaS-Business. "Es war uns wichtig, unseren PaaS-Kunden einen reibungslosen Übergang zu bieten", sagt Docker-Chef Ben Golub. Cloudcontrol habe letztlich mit seiner jahrelangen Erfahrung in Entwicklung und Betrieb, seinem "echten Engagement" und seinen Investitionsplänen überzeugt.

Auf der Teamseite sind die Herren kaum wiederzuerkennen ;-)
Auf der Teamseite sind die Herren kaum wiederzuerkennen ;-)

Cloudcontrol will die Technologie von Dotcloud zunächst im Ist-Zustand weiterbetreiben, gleichzeitig aber an einer Migration (auf die eigene Plattform mit White-Label-Partnermodell) "in einem passenden zeitlichen Rahmen" arbeiten, die eine zukunftssichere Basis für die Entwicklung, das Deployment und die Skalierung der Anwendungen bisheriger Dotcloud-Kunden bilden soll.

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