Best in Cloud 2012

Cloud Readiness Assessment von T-Systems ebnet Weg für SAP-Betrieb in der Cloud

Martin Bayer
Spezialgebiet Business-Software: Business Intelligence, Big Data, CRM, ECM und ERP; mitverantwortlich für die Entwicklung von Themenschwerpunkten; Betreuung von News und Titel-Strecken in der Print-Ausgabe der COMPUTERWOCHE.
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Das südafrikanische Fertigungsunternehmen Consol hat sich bei seinem Weg in Cloud für die standardisierten Werkzeuge und Methoden von T-Systems als Begleiter entschieden. Das Projekt tritt zum diesjährigen "Best-in-Cloud-Award" der Computerwoche an.
"Cloud Readiness Assessment" (CRA) von T-Systems.
"Cloud Readiness Assessment" (CRA) von T-Systems.
Foto: T-Systems

Viele Unternehmen sind noch unsicher, wie sie den Weg in die Cloud meistern sollen. Fragen wie: Welche Services kann ich in die Cloud verlagern? Wie gehe ich genau dabei vor? Wie kann ich den Erfolg meiner Cloud-Strategie messen? machen den Verantwortlichen in den Unternehmen zu schaffen. Mit seinem Angebot "Cloud Readiness Assessment" (CRA) will T-Systems seinen Kunden dabei helfen, Antworten auf diese Fragen zu finden. Ziel des Cloud-Care-Pakets ist, gemeinsam mit den Anwendern einen Business Case zu erarbeiten sowie eine Cloud-Strategie und eine dazu passende Roadmap zu erarbeiten.

Das Einsatzszenario

Das südafrikanische Fertigungsunternehmen Consol hatte vor fünf Jahren seine gesamte Applikationslandschaft inklusive der SAP-Systeme an T-Systems ausgelagert. Die technische Basis dafür bildeten Betreibsystem und Datenbank von Microsoft. Betrieben wurde die Gesamtlösung in einer virtualisierten Umgebung. Wartung und Betrieb des Rechenzentrums blieben in der Hand von Consol.

Um die wachsenden Anforderungen erfüllen zu können, wären jedoch im Laufe der Zeit weitere Investitionen in die Data-Center-Infrastruktur nötig geworden, beispielsweise um weiter ein hohes Sicherheitsniveau halten zu können. So hätte Consol die Bandbibliotheken für das Backup des SAP-Systems modernisieren müssen, um statt täglicher Sicherungen laufend inkrementelle Backups anlegen zu können. Im Zuge dieser Überlegungen entschloss sich das Management von Consol, die Möglichkeiten einer Cloud-Lösung in diesem Umfeld auszuloten. Dabei kam das CRA von T-Systems ins Spiel.

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Die Cloud-Lösung

Die Analyse, inwieweit sich die IT-Architektur eines Unternehmens in die Cloud verlagern lässt, startet T-Systems mit dem "Business, IT ans Services Assessment" (BIS). Tool-basiert nehmen die Experten dabei das Geschäftsmodell, die IT-Voraussetzungen sowie die Service-Umgebung unter die Lupe.

Ist die "Cloud readiness" eines Unternehmens geklärt, geht es an die Cloud-Migration und -Integration. Dafür bietet T-Systems mit "Fit4DCS" standardisierte Migrations- und Integrationswerkzeuge an. Diese Module sollen Applikationen für den Betrieb auf dem T-Systems-PaaS "Dynamic Services für Business Applications" vorbereiten. Fit4DCS gliedert sich in vier Phasen:

  1. Analyse und Assessment: Die bestehenden Anwendungen werden hinsichtlich ihrer Anforderungen an die technische Basis untersucht.

  2. Kategorisierung: Je nach ihrer Migrationsrelevanz werden die Anwendungen in verschiedene Kategorien unterteilt.

  3. Roadmap: Anhand der technischen und Business-spezifischen Rahmenbedingungen wird eine Roadmap für die Migration der Anwendungen in die Cloud aufgestellt.

  4. Migration: Die Anwendungen werden mit Hilfe standardisierter Werkzeuge in die Cloud-Umgebung überführt. Der Operativ-Betrieb startet allerdings erst nach ausführlichen Tests.

Die Technik

Consol betreibt seine SAP-Infrastruktur auf der PaaS-Umgebung "Dynamic Services for SAP Solutions" von T-Systems. Anwender erhalten damit SAP-Services aus einer Private-Cloud-Umgebung. Parameter wie Leitung, Zahl der Nutzer, Funktionsumfang und Serviceangebot lassen sich dem Provider zufolge jederzeit im laufenden Betrieb neu justieren.

"Cloud Readiness Assessment" (CRA) von T-Systems.
"Cloud Readiness Assessment" (CRA) von T-Systems.
Foto: T-Systems

Die sechs Consol-Standorte sind über ein ringförmig angelegtes Netzwerk mit dem Rechenzentrum verbunden. Um die geforderte hohe Verfügbarkeit des Systems sicherzustellen, wurden die verschiedenen Niederlassungen mit einem hochverfügbaren MPLS-Netz (Multi-Protocol Label Switching) mit bis zu 10 Mbit/s verbunden. Im ursprünglichen SAP-Betrieb hatte Consol sein System auf eine Leistung von 120.000 SAPS (SAP Application Performance Standard) angelegt. Allerdings war diese Leistung nur punktuell zu Spitzenzeiten erforderlich. Das aktuelle Cloud-System ist auf 70.000 SAPS ausgelegt und lässt sich automatisch und dynamisch je nach Anforderung nach oben skalieren.

Der Business-Nutzen

Consol ist es eigenen Angaben zufolge gelungen seine SAP-Infrastruktur mit der T-Systems-Cloud effizienter zu betreiben. Im ersten Jahr seien die Betriebskosten des eigenen Rechenzentrums bereits um 16 Prozent gesunken, im zweiten Jahr um weitere zehn Prozent. Der SAP-Betrieb wird nun als End-to-end-Service angeboten. Mit T-Systems gibt es dafür einen zentralen Ansprechpartner. Dieser garantiert auch die Hochverfügbarkeit des Systems (99,5 Prozent). Mit laufenden inkrementellen Backups ist gelungen die Sicherung des SAP-Systems deutlich zu beschleunigen. Außerdem konnte das Sicherheitsniveau mit dem Cloud-betrieb erhöht werden. Zu guter Letzt konnten die Südafrikaner auch die Kosten für die Infrastruktur senken. Mit dem Umstieg auf ein Linux-System fallen künftig die Lizenzkosten für das Microsoft-Betriebssystem weg. (mhr)