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Digitale Transformation

Cloud-Lösungen für zukunftsfähige Unternehmen

Johannes Klostermeier ist ein freier Journalist aus Berlin. Zu seinen Spezialgebieten zählen unter anderem die Bereiche Public IT, Telekommunikation und Social Media. Auf cio.de schreibt er über CIO Auf- und Aussteiger.
Die Digitale Transformation stellt IT-Verantwortliche vor große Aufgaben: Es gilt, die Herausforderung durch den effizienten Einsatz von Cloud Computing zu meistern. Denn die traditionellen IT-Systeme sind dafür nicht ausreichend – nur mit agilen IT-Infrastrukturen und dynamischen Services aus der Cloud können Unternehmen ihre Zukunftsfähigkeit sicherstellen.

Bei der Digitalisierung geht es um nicht weniger als die Zukunftsfähigkeit von Unternehmen und die Wettbewerbsfähigkeit im globalen Markt. Nach Einschätzung des Analysten Bob Parker, Vice President Research bei IDC, werden schon bis Ende 2017 zwei Drittel der 2.000 weltweit größten Unternehmen das Thema Digitale Transformation zum Dreh- und Angelpunkt ihrer Geschäftsstrategie erheben - und so ihre Produktivität verdoppeln können, indem sie einen Großteil ihrer bislang manuellen Geschäftsprozesse digitalisieren. "Die Digitalisierung gibt den Unternehmen die Chance, ihre Kundenbeziehungen neu zu definieren und die Produktivität auf ein neues Niveau zu heben", so Parker.

Die Voraussetzung für zukunftsfähig aufgestellte Unternehmen ist aber eine leistungsfähige und flexible IT-Infrastruktur, in der Services aus der Cloud eine zentrale Rolle spielen. Nach der aktuellen IDC-Studie "Hybrid Clouds Deutschland 2015/16" stufen Anwender Cloud Computing - neben Big Data Analytics und Anwendungen für mobiles Arbeiten - als eine Schlüsseltechnologie für den digitalen Wandel ein.

Foto: IDC

Bestehende Infrastruktur plus neue Cloud-Lösungen

IT-Verantwortliche stehen dabei vor einer doppelten Herausforderung: Denn einerseits müssen sie die historisch gewachsenen IT Systeme - vor allem ihre Kernsysteme wie ERP und CRM, die in den meisten Unternehmen nach wie vor das Rückgrat der Unternehmens-IT bilden - unter erheblichen Aufwand warten, betreiben, und schrittweise modernisieren. Gleichzeitig müssen sie aber auch agile, flexible und leistungsfähige IT-Infrastrukturen aufbauen, um die Herausforderungen der Digitalisierung zu meistern und so die Zukunftsfähigkeit ihrer Unternehmen sicherstellen. Dafür brauchen sie neben der traditionellen In-House-IT zunehmend flexiblere, Cloud-basierte Lösungen.

Welche Cloud sollen zukunftsfähige Unternehmen einsetzen?

Nach den Ergebnissen einer Studie von Crisp Research fließen noch immer mehr als zwei Drittel aller IT-Investitionen in Deutschland in den Betrieb der bereits bestehenden IT-Infrastruktur und Anwendungslandschaften. Lediglich 33 Prozent davon wenden Unternehmen dafür auf, neue dynamische Infrastrukturen aufzubauen, die den Anforderungen der digitalen Transformation im Hinblick auf Flexibilität, Agilität und Skalierbarkeit gerecht werden - und die Anforderungen von immer mehr mobilen Applikationen, Big Data, Social Media, Business Analytics und dem Internet of Things erfüllen. Für IT-Verantwortliche stellt sich daher die Frage: Welche Cloud-Lösungen für zukunftsfähige Unternehmen sollen sie einsetzen?

Private Cloud: Sicherheit und Kompatibilität

Am Beginn der Dynamisierung der IT-Infrastruktur steht zumeist die Private Cloud. Die Idee der Private Cloud ist, dass sich die IT-Abteilung durch die Virtualisierung der Serverlandschaft und die Standardisierung der unternehmensinternen IT-Services gegenüber den internen Anwendern so positioniert, dass sie wie ein Service Provider ihren externen Kunden gegenüber treten. Im besten Falle werden dabei die Fachabteilungen über ein Self-Service-Portal in die Lage versetzt, die benötigten IT-Ressourcen zu buchen und umgehend zu nutzen.

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Umfrage zu CRM in der Cloud

Dabei erweist sich die Private Cloud auch im Hinblick auf die lokalen Altsysteme als vorteilhaft. Denn Kernsysteme und Legacy-Anwendungen können durch die Migration auf die Private Cloud kostengünstiger betrieben werden. Sie gewinnen an Flexibilität und steigern die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens. Gerade wenn es um große ERP-Systeme wie SAP geht, greifen Unternehmen hier gerne - gleichsam in der Cloud-Variante des ehemaligen statischen Hosting-Modells - auf Private oder Hosted Cloud Lösungen zurück. Der "Cloud Monitor 2015" von Bitkom und KPMG zeigt, dass 39 Prozent der Unternehmen bereits Private Clouds einsetzen, weitere 29 Prozent planen deren Einsatz konkret.

Nicht zuletzt hängt die große Beliebtheit der Private Cloud auch an der Einschätzung der Unternehmen, alle Sicherheitsfragen in der eigenen Hand behalten zu können. Denn Sicherheit, Datenschutz und Compliance gehören von Beginn an zu den Kernfragen des Cloud Computing.

Foto: KPMG/Bitkom

Public Cloud: Infrastructure as a Service (IaaS) für mehr Flexibilität

Trotz nach wie vor vorhandener Sicherheitsbedenken nimmt auch die Nutzung von Services aus der Public Cloud stetig zu. Neben dem IaaS-Model - also dem Anmieten von Rechenleistung oder Speicherplatz aus der Public Cloud - verzeichnet auch der Bezug von Applikationen im SaaS-Modell (Software as a Service) deutliche Zuwachsraten als Cloud-Lösungen für zukunftsfähige Unternehmen.

Bei IaaS geht es zum einen um zusätzliche, temporär benötigte Ressourcen, um Tagesspitzen auszugleichen oder im Saisongeschäft flexibel reagieren zu können. Zudem werden Cloud-basierte IaaS-Lösungen immer häufiger für Datensicherung, Archivierung, Disaster-Recovery und Business-Continuity-Lösungen eingesetzt. Bei SaaS werden oft Anwendungen für die ortsübergreifende Zusammenarbeit, wie etwa E-Mail, Messaging, Groupware oder Kollaborationslösungen aus der Public Cloud bezogen. Aber auch CRM sowie Telefonie- und VoIP-Lösungen kommen im IaaS-Modell immer häufiger aus der Public Cloud.

Sebastian Paas, Partner bei der Unternehmensberatung KPMG, sagt dazu in der "Cloud Monitor-Studie: "Die Grundsatzfrage nach einem Einsatz von SaaS-Lösungen stellt sich in vielen Branchen nicht mehr. Vielmehr rückt die Frage in den Vordergrund, für welche Bereiche des Unternehmens SaaS-Lösungen den höchsten Wettbewerbsvorteil bringen, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren."

Hybrid Cloud: Kombination für zukunftsfähige Unternehmen

Um zu vermeiden, dass die Services oder Ressourcen aus der Public Cloud gleichsam in einer parallelen IT-Welt neben der internen IT - also den traditionellen On-Premise-Systemen oder Private Cloud-Infrastrukturen - existieren, müssen diese mit den externen Diensten integriert werden. So entstehen die Hybrid Clouds fast zwangsweise, wo immer Services aus der Public Cloud zum Einsatz kommen. Nach Einschätzung von Gartner werden im Jahre 2017 weltweit mehr als die Hälfte der großen Unternehmen auf Hybrid-Cloud-Infrastrukturen zurückgreifen. Damit werden Hybrid Clouds gleichsam zum Normalfall der zukunftsfähigen Enterprise-IT.

Die Analysten von Gartner definieren die Hybrid Cloud als eine Infrastruktur, die entweder Private und Public Cloud Implementationen miteinander verbindet, oder On-Premise-Systeme mit Services aus der Private oder Public Cloud kombiniert. Nach Gartner ist das wesentliche Merkmal einer hybriden Cloud-Architektur, dass sowohl einzelne Services als auch Daten nahtlos zwischen den jeweiligen Public- und Private-Cloud-Infrastrukturen verschoben werden können.

Dass die Verbreitung von Hybrid Clouds auch in Deutschland deutlich zunimmt, zeigen die Ergebnisse der IDC-Studie "Hybrid Clouds 2015/2015". Demnach ist der Einsatz von Hybrid Clouds 2015 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel (von 15 auf jetzt 20 Prozent) angestiegen. Zusätzlich planen 57 Prozent der befragten Unternehmen den Aufbau hybrider Cloud-Umgebungen innerhalb der kommenden zwei Jahre.

Foto: IDC

"Die Transformation der eigenen, komplexen IT-Landschaft dauert immer noch viel zu lange. Hosted Private Clouds und Public Clouds verbreiten sich deshalb zunehmend", sagt IDC-Analyst Matthias Kraus. Die Verknüpfung von Cloud Services mit den unterschiedlichen Sourcing-Varianten und der herkömmlichen IT stellt demnach jetzt den nächsten logischen Schritt in der IT-Transformation dar. Dabei zeigten die Pläne und Zielsetzungen der Unternehmen, dass Hybrid Clouds ein entscheidender Ansatz sind, so Kraus, um die dynamischen Business-Anforderungen zu erfüllen und die digitale Transformation voranzutreiben - und so die Zukunftsfähigkeit der Unternehmen zu garantieren.

Beim Aufbau und Management von Hybrid Clouds seien allerdings noch einige Hürden zu überwinden: "Die CIOs sind sich unsicher, in welche Technologien und Plattformen sie investieren sollen, ohne dabei einen Vendor-Lock-In zu riskieren", sagt Kraus. "Die Anbieter sind deshalb gefordert, herstellerunabhängige Cloud-Technologien, Architekturen und Plattformen anzubieten."

Fazit

Auch wenn für die Unternehmen der Umbruch der Digitalen Transformation, der die Strukturen, die Prozesse und die Produktion erfasst, noch längst nicht abgeschlossen ist: Sie können ihn bewältigen, indem sie zeitnah die passenden Cloud-Lösungen für zukunftsfähige Unternehmen zum Einsatz bringen. Entscheidend für den Erfolg ist dabei ein starker Partner, der ihren IT-Abteilungen bei der Einführung und Nutzung der Cloud mit umfassender Unterstützung zur Seite steht. Dell bietet dafür das Know-how und das komplette Programm an Hardware, Software, Virtualisierungs-Lösungen, Sicherheits- und Analyse-Tools, Beratung, Service und Support. Die Cloud-Tools von Dell sind in der Lage, unterschiedliche Plattformen herstellerunabhängig einheitlich zu verwalten.

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