Begriffs-Wirrwarr

Cloud, Iaas, PaaS, SaaS, XaaS, S+S - was ist das?

07.04.2010 | von Werner Grohmann
Cloud Computing eröffnet der IT neue Möglichkeiten - vor allem, wenn man die seltsamen Begriffe und Abkürzungen versteht.
Quelle: YariK/Fotolia
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Mit den neuen Diensten ist ein regelrechter Buchstabensalat entstanden, so dass als Oberbegriff schon bisweilen die Bezeichnung "X as a Service" auftaucht. Die folgenden Definitionen sollen die verschiedenen Servicemodelle beschreiben und voneinander abgrenzen:

Vielfältige Mietmodelle

• Software as a Service (SaaS): Dieses Modell stellt Software über das Internet bereit. Es ist das populärste älteste Angebot unter den XaaS-Diensten. Der SaaS-Betreiber stellt die Applikationen nicht nur zur Verfügung, sondern verantwortet die Wartung und die Administration. Der Kunde nutzt die Anwendung über das Internet, ohne sie zu besitzen, das heißt, er bezahlt für die Nutzung der Anwendung.

• Infrastructure as a Service (IaaS): Im Rahmen von IaaS-Angeboten betreiben Provider eine IT-Infrastruktur wie etwa Archivierungs- und Backup-Systeme sowie Server für Kunden. Diese Infrastruktur kann auch Softwarekomponenten etwa für das Management der Systeme umfassen.

• Platform as a Service (PaaS): Dieser Begriff ist weiter gefasst als IaaS. PaaS-Provider stellen komplette Plattformen bereit. Sie betreiben also Hardware- und Softwarekombinationen als Service. Diese Plattform können Anwender nutzen, um eigene SaaS-Lösungen zu entwickeln und zu betreiben oder um SaaS-Dienste mit traditionellen Softwareanwendungen zu integrieren.

• Software plus Service (S+S): Dahinter verbirgt sich Microsofts Angebot, in dem Service-orientierte Architekturen (SOA), SaaS, Hosting und Cloud Computing aufgehen. Der Softwareanbieter verfolgt damit keine reine Online-Strategie, sondern verknüpft Cloud-Dienste mit lokal betriebener Software. Der Produktname für dieses Konzept lautet "Azure".

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