Centracon-Erhebung

Client-Virtualisierung gewinnt an Akzeptanz

Dr. Klaus Manhart hat an der LMU München Logik/Wissenschaftstheorie studiert. Seit 1999 ist er freier Fachautor für IT und Wissenschaft und seit 2005 Lehrbeauftragter an der Uni München für Computersimulation. Schwerpunkte im Bereich IT-Journalismus sind Internet, Business-Computing, Linux und Mobilanwendungen.
Die Akzeptanz der Client-Virtualisierung ist in Deutschland innerhalb eines Jahres deutlich gestiegen. Die Treiber dieser Entwicklung sind nach einer Vergleichserhebung des Beratungshauses Centracon vor allem höhere Flexibilität und einfacheres Desktop-Management. Bevorzugtes Einsatzgebiet sind Mobil-Rechner.
Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards gibt zu Bedenken, dass die Virtualisierungstechnologien noch zu wenig aus der Perspektive der Business-Anforderungen betrachtet werden.
Centracon-Geschäftsführer Robert Gerhards gibt zu Bedenken, dass die Virtualisierungstechnologien noch zu wenig aus der Perspektive der Business-Anforderungen betrachtet werden.

Nach der Studie des Beratungshauses Centracon unter mehr als 300 Mittelstands- und Großunternehmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz wird die Client-Virtualisierung für 47 Prozent der Befragten auf jeden Fall dazu beitragen, die IT-Verhältnisse effizienter und wirtschaftlicher zu gestalten. Vor einem Jahr waren dies erst 34 Prozent. Weitere 32 Prozent weisen ihr zumindest eine unterstützende Funktion bei den Konsolidierungsabsichten zu. Auch das Beratungsunternehmen Gartner schätzt die Client-Virtualisierung als zunehmend wichtig ein.

Im stationären Bereich ist diese Technologie aber längst noch nicht so angekommen wie beim Mobile Computing. Dort würden 44 Prozent der Unternehmen mit Projekten ansetzen, während 37 Prozent ihren Fokus auf die stationären Desktops richten. Allerdings ist dieser Abstand innerhalb eines Jahres geschrumpft, als nur 31 Prozent mit den fest installierten Arbeitsplatzsystemen beginnen wollten. Auch der Kreis der Unternehmen noch ganz ohne Interesse an dieser Technologie auf der Desktop-Ebene hat sich binnen Jahresfrist von 14 auf 8 Prozent reduziert.