Experton-Studie:

Client Virtualisierung bleibt hinter den Erwartungen zurück

Thomas Pelkmann ist freier Journalist in Köln.
Anzeige  Die Analysten von Experton haben sich in einer groß angelegten Studie mit dem "Client of the Future" beschäftigt. Obwohl in den Unternehmen die Vorteile von Virtualisierung bekannt sind, zögern viele noch mit der Umsetzung.
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Virtualisierung, Cloud Computing, Bring your own Device (ByoD): Die Arbeit mit dem Computer ist nicht mehr das, was sie lange war. Der Desktop-PC mit mächtigem Prozessor, einem vollständigen Betriebssystem und den wichtigsten Anwendungen an Bord droht seine Existenzberechtigung zu verlieren. Ist das Ende der PC-Ära gekommen?

Mit Client-Virtualisierung werden diese Tischrechner nahezu überflüssig; ihre Abbilder liegen vollständig im Rechenzentrum, auf dem Schreibtisch reicht auch ein Thin Client. Über entsprechende Programme wie den Citrix Receiver kann man überdies mit fast jeder Art von Endgerät - Smartphone, Tablet, Notebook - auf das virtuelle Abbild eines Rechners im Rechenzentrum zugreifen. Einen "richtigen" PC braucht man dafür nicht mehr.

"Client Virtualisierung ist wichtig, aber noch richtig in den Unternehmen angekommen." Wolfgang Schwab, Experton
"Client Virtualisierung ist wichtig, aber noch richtig in den Unternehmen angekommen." Wolfgang Schwab, Experton
Foto: Experton Group

"Die Client Virtualisierung", schreibt denn auch Experton in seiner Studie, "ist ein sehr wichtiges technologisches Thema (...), das seit Ende des Jahres 2009 langsam an Bedeutung gewinnt". Ziel ist es, "durch die Einführung einer Virtualisierungsschicht auf eine Standardisierung der darunterliegenden Hardware und des Betriebssystems verzichten zu können und gleichzeitig die Sicherheit zu verbessern (sowie) die Administrationskosten zu senken".

Aus der Umfrage unter 150 Verantwortlichen für die Client-Strategie, darunter rund 120 CIOs, IT-Leiter oder ihre Stellvertreter, wird deutlich, dass die befragten Unternehmen die Vor- und Nachteile von Client-Virtualisierung sowie die gängigen Lösungen durchaus kennen. Die Ergebnisse, heißt es in der Studie, zeigen aber auch, "dass die Planungen bezüglich Client Virtualisierung (...) eher zurückhaltend erfolgt und wenn überhaupt bei den Unternehmen intern durchgeführt wird". Ausnahmen seien dabei Konzepte für die "Presentation Virtualization" oder für Server Based Computing, bei denen Applikationen, nicht aber Betriebssysteme, virtualisiert vom Server bezogen werden.