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Clearspeed-Chip macht PCs zu Supercomputern

15.10.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der kalifornische Chip-Hersteller Clearspeed hat auf dem Microprocessor Forum (MPF) in San Jose einen Co-Prozessor vorgestellt, der die Rechenleistung herkömmlicher PCs auf Supercomputer-Niveau bringen soll. Der "CS301" basiert auf einer "Multithreaded Array Processing Architecture" genannten Technologie und besteht aus 64 parallel arbeitenden Recheneinheiten. Er lässt sich als Co-Prozessor zu Intel- und AMD-CPUs sowie als eigenständiger Rechenkern für Embedded-Applikationen einsetzen und soll 25 Milliarden Rechenschritte pro Sekunde verarbeiten (25 Gigaflops). Dabei nimmt er maximal 2,5 Watt Leistung auf und kommt ohne aktive Kühlung aus, verspricht der Hersteller.

Ein mit sechs PCI-Karten mit je vier CS301-Chips ausgestatteter PC würde 600 Gigaflops leisten und sich damit auf Rang 134 in die Top-500-Liste der schnellsten Supercomputer einreihen. Ein dermaßen beschleunigter Rechner kostet laut Clearspeed rund 25.000 Dollar, womit er wesentlich günstiger wäre als die üblicherweise aus Clustern bestehenden Supercomputer.

Eine ähnliche Technik verwendet Apple in Macintosh-Modellen der Baureihen "G4" und "G5" mit dem Co-Prozessor "Altivec". Dieser arbeitet jedoch nur mit vier parallelen Recheneinheiten. (lex)