Schwacher Dollar

Citrix plant Preiserhöhung

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Der Anbieter von Lösungen für Application-Delivery-Infrastruktur Citrix Systems will demnächst die Preise anheben.

Als Grund dafür führt Citrix den schwachen US-Dollar ins Feld. "Wir bepreisen in Dollar, und ich muss Ihnen nicht erzählen, was in den letzten paar Jahren passiert ist", sagte Firmenchef Mark Templeton in einem Exklusiv-Interview mit unseren britischen Kollegen der "CIO UK". "Die Kosten für das Geschäft außerhalb der USA haben sich dramatisch verändert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass wir die Preise erhöhen. Der Druck ist über die letzten Jahre gestiegen."

Citrix-Chef Mark Templeton sieht seine Firma durch den schwachen Dollar unter Druck.
Citrix-Chef Mark Templeton sieht seine Firma durch den schwachen Dollar unter Druck.

Auf Nachfrage, wann denn genau mit der Preiserhöhung zu rechnen sei, erklärte Templeton, die neue Preisstaffel stehe "unmittelbar bevor". Es handele sich dabei im Übrigen um keinerlei Taktik im Kampf gegen einen schwierigen Markt für Unternehmenssoftware. "Wir sehen das Pricing nicht als Mittel gegen den Abschwung", so der Citrix-Chef.

Ferner möchte Citrix durch "strategische Archtitekturprojekte" vor allem mit Großkunden mittelfristig seinen Services-Anteil am Gesamtumsatz erhöhen. "Im vergangenen Jahr haben Dienstleistungen acht Prozent von unserem Gesamtumsatz ausgemacht, das ist verglichen mit unserem Mitbewerbern sehr wenig", sagte Templeton. "Ich denke, wir können hier auf zwölf Prozent kommen."

Im vergangenen Monat hatten bereits die SAP und ihr Erzrivale Oracle mit Preiserhöhungen für Schlagzeilen und Verärgerung ihrer Kunden gesorgt.