XenServer 6.2

Citrix öffnet seine Plattform

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Citrix hat seine Plattform XenServer aktualisiert und als Open-Source-Version veröffentlicht. Gleichzeitig startet der Softwareanbieter ein neues Community-Portal.
Citrix bietet XenServer nun als Open-Source und kommerzielle Version an.
Citrix bietet XenServer nun als Open-Source und kommerzielle Version an.
Foto: Citrix

Im Unternehmens-Blog kündigte Citrix die Öffnung für die Open-Source-Community an. Als Begründung verweist Scott Lindars, Senior Produkt-Manager bei Citrix und Autor des Blogbeitrags, auf anderer Cloud-Lösungen, die ebenfalls quelloffen sind. Zudem ermögliche Open Source eine gemeinsame Weiterentwicklung und schaffe Vertrauen. Mit der Veröffentlichung von Xen im April habe Citrix positive Erfahrungen gesammelt, so Lindars. Das Xen Projekt wird mittlerweile von der Linux Foundation gepflegt.

Neben der Open-Source-Version bietet der Virtualisierungsspezialist mit XenServer 6.2 weiterhin eine proprietäre Variante an. Gleichzeitig hat Citrix auch sein Preismodell überarbeitet. Die Virtualisierungssoftware ist nur noch als Single Edition inklusive Wartung verfügbar. Die Kosten orientieren sich an der Vorgängerversion und beginnen bei 500 Dollar pro Jahr und Sockel. XenServer 6.2 unterstützt eine Reihe von Cloud-Plattformen, darunter OpenStack, Citrix Cloud Platform und Windows Server 2012. Daneben ist die Software mit Xen Desktop kompatibel.

Lindars weist im Unternehmensblog auch auf das neue Portal XenServer.org hin. Auf der Website können sich Programmierer den Sourcecode von XenServer herunterladen. Das Portal bietet die Möglichkeit, Weiterentwicklungen zu diskutieren und Veränderungen am Quellcode zu veröffentlichen.

Mit der quelloffenen Variante versucht Citrix sich auch gegenüber der Konkurrenz abzusetzen. Dabei kommt dieser Schritt überraschend: Im Oktober 2012 bezeichnete Mark Templeton, CEO des Softwareanbieters, OpenStack als unreif. Nachdem Citrix die Cloud-Software 2011 für sich entdeckte, versagte die Geschäftsführung nur wenige Monate später ihr Vertrauen gegenüber dem Open-Source-Projekt.