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Citigroup darf Hynix-Sparte übernehmen

02.06.2004

Die Risikokapitalsparte der US-Investment-Bank Citigroup steht kurz davor, die Randaktivitäten des hoch verschuldeten südkoreanischen Speicherchipherstellers Hynix Semiconductor zu übernehmen. Wie der Hauptkreditgeber von Hynix, die Korea Exchange Bank, mitteilte, haben die Gläubiger nach langen Verhandlungen dem Verkauf der Unternehmensteile an Citigroup Venture Capital (CVC) zugestimmt.

Unter dem Hammer kommen fünf Fabriken in der Nähe von Seoul, in denen Chips für Flachbildschirme oder Kamera-Handys gefertigt werden. Mit dem Nebengeschäft erzielt Hynix rund 20 Prozent ihrer Umsätze.

Der Verkauf ist Teil der Sanierungspläne für Hynix, die Ende 2002 beschlossen worden waren. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, will der weltweit drittgrößte DRAM-Hersteller künftig lediglich sein Kerngeschäft behalten und alle anderen Aktivitäten abstoßen. Obwohl die Verhandlungen bereits vor gut einem Jahr aufgenommen worden waren, scheiterte der Deal bislang an unterschiedlichen Preisvorstellungen. Erst als die Beteiligungsgesellschaft am Montag ihr Angebot auf rund 670 Millionen Euro anhob, erhielt sie den Zuschlag. Vorbehaltlich der Zustimmung der Aktionäre soll die Transaktion nun bis Ende Juli abgeschlossen werden. (mb)