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Cisco zahlt trotz Profit keine Einkommenssteuer

10.10.2000

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Netzwerkgigant Cisco Systems, der im vergangenen Fiskalquartal einen Nettogewinn von 2,67 Milliarden Dollar erwirtschaftete, wird dafür voraussichtlich keine Einkommenssteuer zahlen. Der Konzern beruft sich dabei auf eine Verordnung im US-Steuergesetz, die es Firmen erlaubt, die Gewinne von an Mitarbeiter ausgegebenen Aktienoptionen vom Unternehmensprofit abzuziehen. Die Optionen ermöglichen es den Angestellten, Firmenanteile zu einem festen Preis zu erwerben. Wenn der Mitarbeiter die Aktie zu einem höheren Kurswert mit Gewinn eintauscht, kann das Unternehmen die Differenz steuerlich geltend machen. Unter anderem hatte diese Regelung auch Microsoft im vergangenen Quartal eine Steuerersparnis von rund 5,5 Milliarden Dollar beschert.