Netzausrüster

Cisco will iOS-Geräte besser in Unternehmen einbinden

01.09.2015
Apple arbeitet mit dem Netzausrüster Cisco zusammen, um mehr iPhones und iPads in Unternehmen zu bringen.

Von Cisco verkaufte Technik und Programme sollen im Zuge der Kooperation besser für den Einsatz der mobilen Apple-Geräte mit iOS-Betriebssystem optimiert werden, teilten die beiden US-Anbieter am späten Montagabend (Ortszeit) mit.

Cisco-Infografik zur Partnerschaft mit Apple
Cisco-Infografik zur Partnerschaft mit Apple
Foto: Cisco

Für Apple ist es bereits die zweite Partnerschaft dieser Art. Vor rund einem Jahr hatte sich der Konzern mit dem einstigen Rivalen IBM zusammengetan, um Apps für Unternehmen zu entwickeln. Dabei geht es auch darum, den schwächelnden Absatz des iPad-Tablets über das Geschäft mit Firmen anzukurbeln.

Auch mit Cisco will Apple seine iPhones und iPads stärker im Business zu etablieren. Ziel sei es, dass Nutzer der iOS-Geräte nahtlos in Unternehmensnetzwerke integriert werden könnten, die mit Cisco-Technologie betrieben werden. Außerdem wollen die Anbieter Ciscos Collaboration-Produkte - etwa Telepresence, WebEx oder Spark - möglichst elegant auf mobilen Apple-Endgeräten nutzbar machen.

Cisco-Chairman John Chambers kündigte die Kooperation auf einer hauseigenen Vertriebskonferenz in Las Vegas an, wo neben mehr als 20.000 Verkäufern überraschend auch Apple-Chef Tim Cook auftrat. Das Duo erklärte, ein Team beschäftige sich bereits seit einigen Monaten mit der Portierung der Collaboration-Produkte in die iOS-Welt. Erste Ergebnisse konnten die Vertriebsmitarbeiter vor Ort begutachten.

In seiner Pressemitteilung schreibt Cisco, man wolle gemeinsam mit Apple eine "Schnellspur für iOS-Business-User schaffen, indem Cisco-Netzwerke für iOS-Geräte und -Apps optimiert werden". Business-Anwender bräuchten eine adäquate Netz-Performance auf allen Endgeräten. Außerdem müssten die Telefonanlagen integriert werden. Es gehe nicht an, dass Mitarbeiter ihre Kontaktdaten auf dem iPhone hätten, nicht aber auf ihren Cisco-Telefonen am Arbeitsplatz. Die Verzeichnisse beider Welten müssten integrierbar sein. (dpa/hv)