Consumer-Geschäft adé

Cisco verkauft Linksys an Belkin

Thomas Cloer
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Cisco verkauft sein Geschäft mit Netzprodukten für Endkunden und der bekannten Marke Linksys an Belkin International.
Ein Router "A4500" von Linksys - Belkin will die Marke weiterführen.
Ein Router "A4500" von Linksys - Belkin will die Marke weiterführen.
Foto: Cisco

Finanzielle Details des Verkaufs, der voraussichtlich im März abgeschlossen wird, wurden nicht mitgeteilt. Belkin mit Sitz in Playa Vista, Kalifornien, und privat gehalten bietet bereits konkurrierende Produkte für Heimnetze an und will einem Bericht des "Wall Street Journal" zufolge die Marke Linksys bestehen lassen. Mit der Übernahme steigt der US-Marktanteil von Belkin in dem Segment auf rund 30 Prozent; hierzulande dominieren eher heimische Produkte, vor allem die von AVM aus Berlin.

Cisco zieht sich mit dem Verkauf weiter auf sein angestammtes Business-Terrain zurück. Der Netzausrüster aus San Jose hatte im Jahr 2003 eine halbe Milliarde Dollar hingeblättert, um auch ins Consumer-Geschäft vorzustoßen. Später folgten weitere Zukäufe, etwa 2009 die Übernahme des Herstellers der seinerzeit populären "Flip"-Camcorder, Pure Digital. Diese Sparte schloss Cisco im Jahr 2011 im Zuge einer groß angelegten Restrukturierung wieder.

Im November hatte Cisco trotz gesunkener Regierungsausgaben in den USA und der Eurokrise einen Gewinnanstieg für das vierte Quartal vermelden können. Gerade erst kündigte der Netzriese an, den israelischen Wireless-Spezialisten Intucell für 475 Millionen Dollar übernehmen zu wollen.

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