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Cisco übernimmt Hersteller von Web-Konferenzsoftware

12.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Um seine VoIP-Strategie zu stärken, will Cisco für rund 80 Millionen Dollar die Softwareschmiede Latitude Communications übernehmen. Der Netzwerkriese ist dabei nach eigenen Angaben bereit, für den auf Software für Audio- und Videokonzerenzen spezialisierten Anbieter je Aktie einen Preis von 3,95 Dollar in bar zu zahlen. Gegenüber dem Schlusskurs der Latitude-Titel am gestrigen Dienstag entspricht dies einem Aufschlag von 35 Prozent. Außerdem sollen ausstehende Optionsscheine von Latitude in Cisco-Optionen umgewandelt werden. Laut Cisco wird die Akquisition im laufenden zweiten Geschäftsquartal 2003/2004 abgeschlossen werden und eine Einmalabschreibung auf übernommene Forschungs- und Entwicklungskosten verursachen. Nach dem Kauf soll Latitude Teil von Ciscos Voice Technology Group werden.

Latitude wurde 1993 gegründet und ging sechs Jahre später an die Börse. Kernprodukt des Unternehmens mit 183 Mitarbeitern ist die Web-Konferenzsoftware "MeetingPlace". Diese lässt sich laut Cisco nicht nur in Anwendungen wie Lotus "Notes" und "Sametime" oder Microsofts "Outlook" integrieren. Bei Verwendung von Ciscos "CallManager" können Anwender Video-Konferenzen auch auf dem Display von IP-Telefonen des Netzwerkriesen verfolgen. (mb)