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Cisco sieht weiterhin keinen Silberstreif am Horizont

05.06.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim US-Netzausrüster Cisco Systems herrscht unverändert Katerstimmung. In einer Pflichtveröffentlichung bei der US-Börsenaufsicht erklärte das Unternehmen, das viele Experten als "Wetterfrosch" der Hightech-Branche ansehen, für die "absehbare Zukunft" sei keine Besserung des Geschäfts in Sicht.

Ferner nannte Cisco neue Details zu seiner durch erhebliche Sonderbelastungen getrübte jüngste Quartalsbilanz. Mehr als ein Drittel der Firmenwertabschreibung von knapp 290 Millionen Dollar entstand demnach durch die Übernahme von Monterey Networks im Jahr 1999 für 500 Millionen Dollar. Bereits im April hatte Cisco erklärt, es werde die optischen Router von Monterey einstellen. Das gleiche Schicksal widerfuhr den Produkten von Hynex und Clarity Wireless, die mehrheitlich für die restliche Abschreibung verantwortlich sind. Weitere 2,25 Milliarden Dollar hatte die Company von CEO (Chief Executive Officer) John Chambers für durch stornierte Aufträge und sinkende Nachfrage entstandene Lagerüberbestände abgeschrieben. Cisco hatte bereits zuvor erklärt, es werde diese Überkapazitäten im Laufe der kommenden zwölf Monate nicht abverkaufen können.