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Cisco modularisiert IOS im Catalyst 6500

29.08.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Cisco Systems kündigt heute an, dass es sein Betriebssystem "IOS" für den Einsatz im Unternehmens-Switch "Catalyst 6500" modularisiert hat. Unterschiedliche Protokolle wie TCP und UDP können damit künftig in separaten "Process Spaces" (Laufzeitinstanzen) ablaufen. Damit lässt sich jedes auch für Upgrades oder Wiederherstellung abschalten, ohne die anderen in Mitleidenschaft zu ziehen. Dies war zuvor nur durch den Einsatz mehrerer "Supervisor Engines" möglich, die man als Zusatzhardware extra erwerben musste.

Der Wettbewerb hatte Cisco schon des Öfteren geschmäht, weil jede Veränderung oder Erweiterung des IOS einen Neustart des Systems erforderte. In Zeiten harten Wettbewerbs speziell aus Asien und der steigenden Zahl von Diensten (VoIP etc.), die auf Switches und Routern laufen, kann sich auch ein überlegener Marktführer wie Cisco derartige Schwächen nicht mehr erlauben. Ein modularisiertes Betriebssystem bot der kalifornische Netzkonzern bislang nur in der Carrier-Grade-Edition "IOS XR" an, die mit dem "CRS-1" und anderen Highend-Routern an Telcos und xSPs verkauft wird. (tc)