Wireless Lan

Cisco macht 802.11n-Access-Point leistungsfähiger und stromsparender

Manfred Bremmer beschäftigt sich mit (fast) allem, was in die Bereiche Mobile Computing und Communications hineinfällt. Bevorzugt nimmt er dabei mobile Lösungen, Betriebssysteme, Apps und Endgeräte unter die Lupe und überprüft sie auf ihre Business-Tauglichkeit. Bremmer interessiert sich für Gadgets aller Art und testet diese auch.
Der neue Access-Point Aironet 1140 soll Firmen den Einsatz von Draft-N-WLANs trotz bestehender 802.11a/ und -g-Clients schmackhaft machen.

Obwohl das neue Modell die gleichen Wandhalterungen wie der Aironet 1250 unterstützt, unterscheiden ihn nicht nur optische Veränderungen von seinem Vorgänger. Als eine der beiden wesentlichen Weiterentwicklungen ist der Aironet 1140 in der Lage, trotz aktiver Datenverschlüsselung in einer bestehenden Power-over-Ethernet-Umgebung (PoE) die volle 802.11n-Performance zu bieten. So kommt der neue Access-Point erstmals mit dem verfügbaren Strom in bestehenden 802.3af-PoE-Infrastrukturen (12,95 Watt über 100 Meter) aus. Das Vorgängermodell Aironet 1250 benötigte noch 18,5 Watt, weshalb ihm über so genannte Power-Injektoren zusätzliche Energie zugeführt musste. Aber nicht nur Cisco plagte sich lange mit dem Problem herum, andere Konkurrenten behalfen sich damit, dass die Geräte in PoE-Umgebungen nur im Single-Band-Betrieb liefen.

Laut Cisco wurde beim Aironet 1140 aber nicht nur die Mindestwattzahl reduziert. Indem der Access Point in inaktiven Phasen auf Standby schaltet, soll der Gesamtverbrauch um bis zu zwanzig Prozent gesenkt werden.

Als weiteres Novum beim Aironet 1140 ist die Funktion "Client Link" hervorzuheben, welche für 802.11a/g-Clients via Beamforming ein stärkeres Signal und eine höhere Bandbreite ermöglicht: Laut einer Untersuchung des unabhängigen Testlabors Miercom steigt der Datendurchsatz von 11a/g-Clients durch das Feature um 65 Prozent an. Gleichzeitig können Bereiche in WLAN-Netzen abgedeckt werden, wo früher kein Signal ankam. Cisco betont außerdem, dass der Access-Point die Übertragungszeit fair zwischen 11n- und 11a/g-Geräten aufgeteilt. Auf diese Weise wird ein bekannter Effekt in Draft-N-Netzen mit gemischten Clients vermieden, nämlich, dass sich diese gegenseitig ausbremsten. ClientLink soll im April im Rahmen eines Updates von Ciscos Unified Wireless Network Software zur Verfügung gestellt werden. Die aktuell in Version 5.2 vorliegende Software bündelt eine Reihe bestehender Features, nun M-Drive genannt, einschließlich dynamische Frequenzwahl, verbessertes Roaming und das Aufspüren von Funklöchern.

Der Aironet 1140 wird in zwei Versionen mit einem oder zwei Frequenzbändern ausgeliefert. Das knapp 1100 beziehungsweise 1300 Dollar (Dual-Band) teuere Gerät verfügt über je drei Sende- und Empfangsantennen (MIMO), die nun innerhalb des Gehäuses untergebracht sind - beim (doppelt so schweren) Vorgänger 1250 lagen die Antennen außen und wurden separat verkauft (und berechnet). Unterstützt werden der Security-Standard 802.11i, Wi-Fi Protected Access und WPA 2 sowie 802.1x-Authentifizierung. Die maximale Übertragungsrate beträgt 300Mbit/s je Band. Um diese zu erreichen, werden zwei 20-MHz-Kanäle in breitere 40-MHz-Kanäle gebündelt. Jedes Band kann 11a/b/g- und 11n-Clients unterstützen und wahlweise im 2.4- oder 5GHz-Bereich senden - das Dual-Band-Modell laut Cisco sogar mit beiden Sende-Empfängern im 11n-Modus, ohne die Leistung herunterfahren zu müssen.