Mehr Umsatz, weniger Gewinn

Cisco laufen die Kosten aus dem Ruder

10.02.2011
Der weltgrößte Netzausrüster Cisco, der als Barometer der IT-Branche gilt, hat im abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal unter galoppierenden Kosten gelitten.
Cisco-CEO John Chambers
Cisco-CEO John Chambers
Foto: Cisco

Von einem Umsatzanstieg von sechs Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 10,4 Milliarden Dollar blieb unterm Strich nichts mehr übrig: Der Gewinn fiel um 18 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar (umgerechnet 1,1 Milliarden Euro), wie Cisco gestern nach US-Börsenschluss mitteilte. Der angepasste Gewinn je Aktie lag mit 37 Cent über den Erwartungen von 35 Cent.

Grund waren höhere Ausgaben: Für Forschung und Entwicklung, bei der Produktion und im Vertrieb. Firmenchef John Chambers sprach am Mittwoch von einer "Periode des Übergangs" hin zu einer neuen Technik. Die Aktie fiel nachbörslich um vier Prozent. Cisco stellt Geräte für den Datenverkehr her, sogenannte Router und Switches. Cisco-Technik steckt in den meisten Firmennetzen und sorgt dafür, dass das weltumspannende Internet läuft.

Mit Blick auf das dritte und vierte Geschäftsquartal erwartet Chambers im laufenden Abschnitt ein Umsatzplus von vier bis sechs Prozent und im vierten Fiskalquartal ein Wachstum von acht bis elf Prozent. (dpa/tc)