Kostenkontrolle

Cisco entlässt hunderte Mitarbeiter

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Der weltgrößte Netzausrüster Cisco Systems hat einem Medienbericht zufolge mehrere Hundert Mitarbeiter gekündigt.
Die Cisco-Zentrale in San Jose
Die Cisco-Zentrale in San Jose
Foto: Cisco

Allein 600 bis 700 Mitarbeiter am Firmensitz im kalifornischen San Jose hätten am Donnerstag ihre "Pink Slips" (Kündigungsschreiben) erhalten, berichtet das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Insider. Auch in anderen US-Niederlassungen habe es Entlassungen gegeben, heißt es weiter. Wie viele Cisco-Mitarbeiter insgesamt gehen müssen, ist allerdings unklar. "Wir tun alles, um für die von dieser begrenzten Restrukturierung betroffenen Mitarbeiter die Auswirkungen so gering wie möglich zu halten", zitiert die Zeitung einen Unternehmenssprecher.

Im Februar hatte Cisco-Chef John Chambers bereits angekündigt, das Unternehmen werde bis Ende des Geschäftsjahres (in diesem Monat) vermutlich 1500 bis 2000 Stellen streichen, um angesichts sinkender Verkäufe seine Kosten unter Kontrolle zu behalten. Im Februar wurden bereits mehrere Hundert Stellen abgebaut. Cisco hatte zu Ende April weltweit noch 66.558 Mitarbeiter. Seit einigen Quartalen gehen die Einnahmen des Netzausrüsters zurück. Im Mai hatte Chambers erklärt, bei der Rezession sei das Schlimmste überstanden. Es werde aber noch eine Weile dauern, bis die Ausgaben wieder steigen würden.