Cloud Security On-Premise

CipherCloud greift in Deutschland an

Simon verantwortet auf Computerwoche online redaktionell leitend überwiegend alle Themen rund um IT-Sicherheit, Risiko-Management, Compliance und Datenschutz. Er entwickelt darüber hinaus innovative Darstellungsformate, beschäftigt sich besonders gerne mit Datenanalyse und -visualisierung und steht für Reportagen und Interviews vor der Kamera. Außerdem betreut der studierte Media Producer den täglichen Früh-Newsletter der Computerwoche. Aufgaben in der Traffic- und Keyword-Analyse, dem Content Management sowie die inoffizielle Funktion "redaktioneller Fußballexperte" runden sein Profil ab.
Mit seiner All-in-One-Plattform für Cloud-Sicherheit möchte das US-Unternehmen CipherCloud auf dem deutschen Markt durchstarten. Wettbewerbsvorteil: Alle seine Lösungen stehen als On-Premise zur Verfügung.

Gerade, wenn es darum geht, Daten sicher in der Cloud zu speichern und gleichzeitig alle gesetzlichen und industriellen Compliance-Vorgaben zu erfüllen, stoßen deutsche Unternehmen an ihre Grenzen. CipherCloud möchte Abhilfe schaffen und bietet über eine zentrale Plattform Verschlüsselung, Token-basierten Zugriff, DLP, Malware-Erkennung und Verhaltungsüberwachung an. Alles als On-Premise direkt beim Anwender. So offeriert das Unternehmen ein Verschlüsselungs-Gateway, das beispielsweise zwischen internen Datenbanken und externem Cloud-Storage eingebracht wird und sämtliche Daten mit AES-256 verschlüsselt, bevor diese in Richtung Salesforce, Box, Amazon Web Services oder Microsoft Office 365 das interne Netz verlassen.

"Obwohl wir über unser Gateway, das direkt im Rechenzentrum des Anwenders installiert ist, mit AES-256 verschlüsseln, ist der Datenverkehr weiterhin steuerbar", erklärt Chief Marketing Officer Paige Leidig im COMPUTERWOCHE-Gespräch. Es ließen sich trotz Verschlüsselung kontextsensitive Analysen fahren, um Anomalien oder Datenabflüsse festzustellen.

CipherCloud bietet Cloud-Sicherheit "out of the box".
CipherCloud bietet Cloud-Sicherheit "out of the box".
Foto: CipherCloud

Neben dem Gateway bietet CipherCloud eine "Cloud Discovery"-Lösung an, mit der Unternehmen ihre komplette Cloud-Infrastruktur erfassen können, um beispielsweise Schatten-IT zu identifizieren.

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Eigenen Angaben zufolge hat das Unternehmen über drei Millionen Nutzer und schützt mehrere hundert Millionen Datensätze für einige der weltgrößten Banken, Versicherungen, Healthcare-Anbieter und Regierungsbehörden. Unter anderem ist man im vergangenen Jahr eine Kooperation mit T-Systems eingegangen.

Verdreifachung der Investitionen

Um den Ansprüchen deutscher Kunden gerecht zu werden, hat CipherCloud unter Führung von Marcus Müller neben einer französischen Niederlassung nun auch eine Unternehmenszentrale in Köln eröffnet, nachdem alle europäischen Aktivitäten bislang einzig von London aus koordiniert wurden. "Wir sind dabei, unsere Investition in Europa zu verdreifachen, um Unternehmen die Einhaltung der geltenden und künftigen strikten Gesetze - wie der geplanten Europäischen Datenschutzverordnung - zu ermöglichen", erklärt Jeroen Blaas, General Manager bei CipherCloud in Europa. Müller ergänzt: "Im Rahmen unserer Vor-Ort-Strategie steht Kunden und potenziellen Kunden im Land selbst ein Expertenteam zur Seite, das mit den Herausforderungen der Cloud in Unternehmen vertraut ist."

Ein deutliches Zeichen für das schnelle Wachstum von CipherCloud sind zahlreiche Finanzierungsrunden von Venture Capitalists und eine rasant ansteigende Zahl an Mitarbeitern. Das erst 2010 von Ex-ArcSight-CEO Pravin Kothari gegründete Unternehmen beschäftigt mittlerweile schon über 500 Menschen weltweit, davon allein 300 in der Entwicklungsabteilung.