Weltweite Studie

CIOs gewinnen Einfluss

Joachim Hackmann ist Principal Consultant bei Pierre Audin Consulting (PAC) in München. Vorher war er viele Jahre lang als leitender Redakteur und Chefreporter bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Laut einer aktuellen Studie finden IT-Leiter in der Geschäftsleitung zunehmend auch jenseits von IT-Themen Gehör.
Quelle: auremar/Fotolia
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Mit einer aufwändigen Erhebung hat IBM versucht, die Wechselwirkung zwischen dem Zustand der IT und der Rolle des CIOs auf der einen Seite und Geschäftserfolg auf der anderen Seite zu ergründen. Quintessenz der umfangreichen Anwenderbefragung ist, dass CIOs, die in erfolgreichen Unternehmen beschäftigt sind, die Gestaltung von Innovationen und Prozessen beeinflussen können. Sie sind auch häufiger Mitglied der Geschäftsleitung als ihre Pendants in Firmen mit niedrigem Wachstum. Stark wachsende Unternehmen betreiben laut Studie zudem häufiger eine innovative IT. So gaben beispielsweise 59 Prozent der IT-Leiter an, sie könnten Business und Technologie so integrieren, dass daraus wertvolle Neuerungen entstehen. Unter den CIOs in weniger erfolgreichen Firmen behaupteten dies nur 32 Prozent.

"Dort, wo die IT einen anerkannt hohen Stellenwert genießt und von einem kompetenten CIO geleitet wird, kann IT sehr wohl Innovations- und Wachstumsimpulse geben", betont Michael Diemer, Geschäftsführer der IBM Deutschland GmbH und General Manager IBM Global Technology Services. Allerdings lässt die IBM-Studie nicht den Schluss zu, eine gut aufgestellte und einflussreiche IT sei die Basis für ein hohes Wachstum, räumt der IBM-Manager ein. Häufig indes stehen erfolgreiche Unternehmen neuen Wegen etwa in der Produktion und im Vertrieb aufgeschlossen gegenüber. Diese Innovationsfreude strahlt auf die IT ab.

Basis der Unfrageergebnisse sind knapp 2600 persönliche Interviews mit IT-Verantwortlichen in 78 Ländern. In Deut157 IT-Manager befragt. Die teilnehmenden Kunden hat IBM in schnell und in langsam wachsende Unternehmen unterteilt, basierend auf den Geschäftszahlen aus den Jahren 2004 bis 2007. Die anschließende Datenanalyse zeigte beispielsweise, dass sich CIOs in schwächeren Unternehmen deutlich mehr mit Change-Management-Projekten, der Mitarbeiterqualifikation, Budget-Sorgen und den Wünschen der internen Kunden beschäftigen müssen. "Die CIOs sorgen sich, weil sie gezwungen sind, ihr Geschäftsmodell zu verändern. Sie fragen sich daher, ob sie dafür die richtigen Mitarbeiter an Bord haben", erläutert Diemer das Ergebnis.