Nach einem Jahr iPad

CIO Oliver Bussmann über SAPs Mobil-Strategie

Thomas Cloer war viele Jahre lang verantwortlich für die Nachrichten auf computerwoche.de.
Er sorgt außerdem ziemlich rund um die Uhr bei Twitter dafür, dass niemand Weltbewegendes verpasst, treibt sich auch sonst im Social Web herum (auch wieder bei Facebook) und bloggt auf teezeh.de. Apple-affin, bei Smartphones polymorph-pervers.
Bei SAP haben von rund 50.000 Mitarbeitern inzwischen zirka 21.000 einen Blackberry, rund 10.000 einen Tablet-Rechner und etwa 5000 ein iPhone.
Kann sich ein Leben ohne Tablet nicht mehr vorstellen: SAP-CIO Oliver Bussmann
Kann sich ein Leben ohne Tablet nicht mehr vorstellen: SAP-CIO Oliver Bussmann
Foto: SAP

Das hat @sapcio Oliver Bussmann den Kollegen von "ZDNet" in einem lesenswerten Interview zu SAPs Mobilstrategie verraten. Die Nutzung mobiler Devices hat SAP demnach bislang vor allem in drei Bereich stark ausgeweitet - im Management, bei Vertrieb und Außendienst sowie bei sogenannten "Mobile Wannabes".

Beim Management habe seither insbesondere der Zugriff auf Dashboard-Anwendungen und Zahlen deutlich zugenommen. Weil der mobile Reporting-Zugriff so viel einfacher sei, seien die Entscheidungsträger nun besser informiert, könnten fundierter argumentieren und in zeitkritischen Phasen wie am Quartalsende auch schneller agieren. Bei den mobilen Vertrieblern stünden andere Aspekte im Vordergrund, beispielsweise die Möglichkeiten des Präsentiererens mit iPad und Co und der übersichtliche CRM-Zugang.

SAP habe bei der Tablet-Einführung alles richtig gemacht, klopft sich Bussman selbst auf die Schulter - frühzeitig angefangen (und dadurch die herrschende Welle der Begeisterung mitgenommen), viel ausprobiert und die Fragen der Sicherheit gründlich ausgelotet. Er persönlich könne sich ein Leben ohne Tablet heute nicht mehr vorstellen, auch wegen der Social-Media-Integration.

Bussmann betont in dem Gespräch ausdrücklich, dass SAPs Mobil-Strategie geräteunabhängig ist. Dabei profitiere der Walldorfer Konzern stark von der hauseigenen Device-Management-Lösung "Afaria", die mit der Übernahme von Sybase zugekauft wurde.