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CIO: IT-Vorstände rechnen mit höheren Budgets

03.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Einer aktuellen Umfrage des US-Schwesterblatts CIO Magazine zufolge steht den IT-Vorständen in diesem Jahr wieder mehr Geld zur Verfügung. So schätzen die 369 befragten CIOs, dass ihr Budget 2003 im Schnitt um 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr ansteigt. In der Dezember-Umfrage hatten die Studienteilnehmer nur einen durchschnittlichen Zuwachs um 4,6 Prozent erwartet.

Gute Nachrichten auch für den schwächelnden PC-Markt: Etwas mehr als die Hälfte der Befragten erklärten, dass sie derzeit damit beschäftigt seien, ihre IT-Infrastruktur auf den neuesten Stand zu bringen oder dies zumindest für die kommenden zwölf Monate planen. In vielen Unternehmen arbeiten die Mitarbeiter noch immer mit den PCs, die vor dem Platzen der Dotcom-Blase - also in Zeiten üppiger IT-Budgets - wegen des Jahr-2000-Problems angeschafft wurden. Obwohl der Rechnerbestand nun schon etwas in die Jahre gekommen ist, hätten die CIOs sich bislang vor größeren Austauschaktionen gescheut - sei es aus Kostengründen oder weil die meisten Anwendungen auch auf den alten PCs gut liefen, erklärt Gary Beach, Verleger des CIO Magazine.

Weitere nennenswerte Ergebnisse der Umfrage:

38 Prozent der Umfrageteilnehmer erwarten, dass Microsofts Windows in fünf Jahren das führende Serverbetriebssystem sein wird, 21 Prozent tippen auf Linux, während 22 Prozent Unix zum künftigen Sieger im Highend-OS-Segment küren.

Den höchsten Stellenwert bei der Budgetplanung nimmt in diesem Jahr die Sicherheitssoftware ein. So beabsichtigen 52 Prozent der Befragten, ihre Ausgaben in diesem Bereich zu erhöhen, 42 Prozent planen, das Investitionsniveau des Vorjahres zumindest beizubehalten. Zurückschrauben wollen dagegen 27 Prozent der CIOs ihr Engagement in Sachen Outsourcing. Gleichzeitig gaben jedoch ebenso viele IT-Vorstände an, 2003 mehr Geld in die Auslagerung von IT-Infrastruktur oder Ähnliches zu stecken

Überraschend fielen auch die Prognosen zum Thema Web-Services aus. So erwartet fast die Hälfte der Befragten, dass Microsofts ".Net Web Services" die führende Plattform wird. Nur 19 Prozent tippen auf "Websphere", dem Konkurrenzprodukt von IBM, während lediglich acht Prozent Sun's ONE (Open Network Environment) den Platz an der Spitze zutrauen. (mb)