Open-Source- und Linux-Rückblick für KW 23

Cinnamon, Ubuntu & Ubuntu Touch

Jürgen Donauer war als Systemadministrator zunächst für Informix und später IBM tätig. Dann verschlug es ihn in das Rechenzentrum von Media-Saturn. Dort kümmerte er sich mitunter um die Webserver, Datenbankanbindungen und den Online-Shop. Anschließend war er als Redakteur im Bereich Linux für TecChannel tätig. Derzeit arbeitet Jürgen Donauer als freier Autor für TECCHANNEL und COMPUTERWOCHE sowie als Privatdozent.
Die Entwickler von Linux Mint haben die hauseigene Desktopoberfläche Cinnamon als Version 2.6 zur Verfügung gestellt.

Die COMPUTERWOCHE zeigt die wichtigsten Informationen zu Open Source und Linux in Kalenderwoche 23. Angeblich soll es noch dieses Jahr ein Smartphone mit Ubuntu geben, das Konvergenz beherrscht.

WhatsApp und Dropbox möglicherweise bald fester Bestandteil von Ubutnu Touch. Linux-Kernel 4.1 wird LTS. Microsoft möglicherweise bald mit SSH-Unterstützung.

Cinnamon 2.6

Nachdem Cinnamon 2.6 schon einige Zeit via Romeo-Repositories installierbar ist, haben die Entwickler nun eine finale Version zur Verfügung gestellt. Die Software wird Standard bei Linux Mint 17.2 und lässt sich auch unter Linux Mint 17.1 und LMDE (Linux Mint Debian Edition) 2 installieren.

Cinnamon 2.6 verwendet die cogl-API, sofern das von der Hardware utnerstützt wird. Das wirkt sich positiv auf die Performance aus. Die Prozessorlast ist laut eigenen Angaben deutlich geringer, da man Aufgaben oder sich wiederholende Aufgaben weniger oft ausführt.

Setzt man mehrere Bildschirme, lassen sich separate Leisten konfigurieren. Neben vielen weiteren Neuerungen und Verbesserungen haben die Entwickler auch am Dateimanager Nemo gefeilt.

Dieser bringt nun eine Warteschlange mit sich. Per Standard führt Nemo 2.6 eine Aktion nach der anderen aus. Der Anwender kann manuell weitere Aktionen anstoßen oder entsprechend pausieren. Weiterhin ist ein Plugin-Manager integriert.

Ubuntu Smartphone mit Konvergenz

Mit den Geräten Bq Aquaris E4.5, Bq Aquaris E5 und Meizu MX4 sind derzeit drei Smartphones auf dem Markt, die mit Ubuntu Touch ausgeliefert werden.

Mit Bq arbeitet Canonical eng zusammen, um noch in diesem Jahr ein Smartphone mit funktionierender Konvergenz auf den Markt zu bringen. Bq entwickelt dafür ein Smartphone, das speziell auf Ubuntu abgestimmt ist.

Konvergenz bedeutet, dass sich das Smartphone zu einem Desktop verändert, sobald man zum Beispiel Bildschirm und Maus damit verbindet.

Dropbox und WhatsApp in Ubuntu Touch

Canonical unterhält sich wohl derzeit mit einigen Drittanbietern großer Services. Darunter befinden sich auch WhatsApp und Dropbox. Man hätte diese Services gerne direkt in Ubuntu Touch integriert.

Damit will man es den Anwendern einfacher machen, auf diese Dienste zugreifen zu können. Dropbox soll unter anderem als Cloud-Backup dienen. Standard-Backup-Lösung ist allerdings ownCloud.

Linux-Kernel 4.1 wird LTS-Version

LTS steht für Long Term Support oder Langzeitunterstützug. LTSI ist die Abkürzug für Long Term Support Initiative und das Projekt wird von der Linux Foundation betrieben. Ziel ist s, bestimmte Kernel mit Langzeitunterstützung auszustatten.

Der kommende Linux-Kernel 4.1 wird wieder so ein LTS-Prädikat tragen. Der momentan aktuellste LTS-Kernel ist 3.14.28.

Microsoft mit SSH-Unterstützung?

Microsoft will wohl künftig OpenSSH unterstützen. Die PowerShell soll dafür ein nativer SSH-Client werden. Somit könnte man von Linux auf Windows via SSH zugreifen und umgekehrt. Bisher brauchte man zum Beispiel PuTTY, um von Windows auf Linux oder UNIX via SSH zugreifen zu können.

Bisher legte die Geschäftsleitung solchen Anstrengungen wohl immer Steine in den Weg. Diesmal soll es anders sein. Wann es soweit ist, steht allerdings noch in den Sternen.

 

Dirk Haar

Cinnamon: +
Ubuntu: -

"...Nemo ...bringt nun eine Warteschlange mit sich"
- Das sollte sich auf Kopier- und Verschiebeaktionen beziehen?
(in dem Absatz fehlt auch ein "ein).

Ubuntu mit WhatsApp und Dropbox ist natürlich echt super.
Hat Shuttleworth das Amazon-Debakel mit der ersten Unity-Version nicht gereicht?
WhatsApp und Dropbox sind ja noch unsicherer!?

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