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Cingular verbucht deutliche Zuwächse bei Umsatz und Nutzern

25.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der größte US-amerikanische Mobilfunkbetreiber Cingular Wireless hat seinen Umsatz im vierten Quartal 2004 dank der Übernahme von AT&T Wireless im Oktober 2004 deutlich gesteigert. Gleichzeitig führten jedoch akquisitionsbedingte Abschreibungen zu einem Pro-forma-Verlust von 497 Millionen Dollar. Im Vorjahresquartal hatte das Mobilfunk-Joint-Venture von SBC Communications und Bellsouth noch einen kleinen Gewinn von 16 Millionen Dollar erzielt. Angaben zum Nettoergebnis machte Cingular nicht.

Der Umsatz kletterte im Jahresvergleich um 81 Prozent auf 7,1 Milliarden Dollar. Vergleicht man allerdings die Entwicklung der kombinierten Einnahmen von Cingular und AT&T Wireless über den Zeitraum, ergibt sich lediglich ein Plus von 1,8 Prozent auf 8,1 Milliarden Dollar. Die Erlöse von inzwischen abgestoßenen Geschäftsbereichen sowie Innenumsätze sind in diesen Werten nicht enthalten.

Die Nutzerzahlen des fusionierten Unternehmens stiegen gegenüber dem vorangegangenen dritten Quartal um 1,7 Millionen auf über 49,1 Millionen Kunden an. Einen Großteil davon verdankt Cingular allerdings seinem Programm "Family Talk", das einen reduzierten Grundbeitrag von zehn Dollar für Familienmitglieder vorsieht. So konnte die Company mit dem AT&T Wireless-Kundenstamm zwar zahlreiche Nutzer im Hochpreis-Segment gewinnen, der mittlere Umsatz pro Nutzer (ARPU) blieb jedoch mit 49,22 Dollar monatlich gegenüber dem Vorjahr nahezu stabil. (mb)