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Chipumsätze steigen um 31 Prozent

02.01.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die weltweite Computerchip-Industrie konnte ihre Einnahmen im vergangenen Jahr um 31 Prozent auf 222,1 Milliarden Dollar steigern. Hauptursache war die hohe Nachfrage nach Halbleitern für mobile Geräte und Internet-Ausrüstung. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Gartner-Marktforschungsarms Dataquest. Den Löwenanteil verbuchten wie gehabt Nord- und Südamerika mit einem Umsatz von 71,7 Milliarden Dollar; das sind 29 Prozent mehr als 1999. Die asiatisch-pazifische Region kam im vergangenen Jahr auf 56,9, Japan auf 50,4 und Europa auf 43,1 Milliarden Dollar.

Intel konnte trotz seiner geringen Umsatzsteigerungsrate von elf Prozent gegenüber 1999 seine Führung im Markt mit einem Anteil von 13,4 Prozent (29,8 Milliarden Dollar Umsatz) behaupten. Damit wies der kalifornische Chipriese, der im Vorjahr noch auf einen Marktanteil von 15,8 Prozent kam, im Jahr 2000 die langsamste Wachstumsrate unter den größten zehn Halbleiterherstellern auf.

Toshiba steigerte seine Einnahmen gegenüber 1999 um 47,2 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar. Platz drei ging an NEC, das ein Umsatzwachstum von 20 Prozent auf 11,1 Milliarden Dollar aufwies. Samsung folgte auf Rang vier mit einer Steigerung von 52 Prozent auf 10,8 Milliarden Dollar. Die drei asiatischen Anbieter profitierten vor allem von der Nachfrage nach Speicherchips. Am deutlichsten konnte STMicroelectronics zulegen, das sich im Jahr 2000 um zwei Ränge auf Platz sieben verbesserte: Der Chipproduzent steigerte seine Einnahmen um 57 Prozent auf 7,9 Milliarden Dollar.

In diesem Jahr rechnen die Dataquest-Auguren mit einem weltweiten Chipwachstum im unteren 20-Prozent-Bereich. Der Grund für die Verlangsamung liege in der nachlassenden Nachfrage nach PCs sowie dem Abbau einiger Lagerüberbestände von Handy- und Netzwerkchips.