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Chiphersteller senden (vorwiegend) positive Signale

05.12.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - In der Chipbranche häufen sich inzwischen die guten Nachrichten: Der US-Hersteller National Semiconductor (Natsemi) steigerte im Ende November abgelaufenen zweite Geschäftsquartal seinen Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent auf 473,5 Millionen Dollar. Dank der Fokussierung auf margenstärkere Analog-Chips wurde der Nettoprofit mit 65,8 Millionen Dollar mehr als verzehnfacht.

Der kalifornische Mobilfunkchip-Designer Qualcomm hob wegen der hohen Nachfrage seine Prognosen für das laufende erste Geschäftsquartal (Ende: 31. Dezember) deutlich an. Das Unternehmen aus San Diego erwartet nun einen Umsatzzuwachs um elf bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Anfang November hatte die Company noch mit einem Rückgang der Einnahmen um ein bis vier Prozent gerechnet. Die Gewinnprognose erhöhte sich nun auf 36 bis 37 Cent pro Aktie - zuvor hatte Qualcom maximal ein Plus von 28 Cent je Anteil in Aussicht gestellt.

Auch Intel ist zuversichtlich - zumindest, was das Umsatzwachstum im laufenden vierten Quartal anbelangt: In seinem Zwischenbericht stellte der Branchenprimus nun Einnahmen von 8,5 bis 8,7 Milliarden Dollar in Aussicht, das sind rund 20 Prozent mehr als die 7,16 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Zuvor war der Konzern für die Monate Oktober, November und Dezember 2003 noch von einer Umsatzspanne zwischen 8,1 Milliarden und 8,7 Milliarden Dollar ausgegangen. Intel begründete den Optimismus mit dem saisonal bedingt starken Wachstum im Bereich Architecture Business, zu dem PC-Prozessoren und andere Halbleiterbausteine für Computer zählen. Die Sparte für Kommunikationschips und Flash-Speicher schwächele dagegen weiterhin, sagte Finanzchef Andy Bryant, zum Teil habe man aber bestimmte Produkte auch zu spät auf den Markt gebracht. Da der Geschäftsbereich längerfristig die Erwartungen nicht erfüllen werde, so

Bryant, will Intel eine Sonderabschreibung von fast 600 Millionen Dollar vornehmen. Die Wertberichtigung betrifft in erster Linie die Investition in die isrealische Firma DSP Communications, die Intel im Jahr 1999 für 1,6 Milliarden Dollar übernommen hatte. Das Ziel für die Bruttogewinnmarge wurde von bislang 60 Prozent auf 62 Prozent angehoben. (mb)