Abschreibung beschert Quartalsverlust

Chipdesigner ARM bleibt auf Wachstumskurs

04.02.2014
Der Chip-Designer ARM rechnet dank des Booms von Smartphones und Tablet-Computern auch im neuen Jahr mit einem kräftigen Wachstum.

Der Umsatz dürfte die Erwartungen der Analysten erfüllen, teilte ARM am Dienstag mit. Diese liegt laut der Nachrichtenagentur Bloomberg derzeit bei 1,33 Milliarden US-Dollar (1 Milliarde Euro). Das wäre ein Plus von fast einem Fünftel verglichen mit den 1,12 Milliarden Dollar für das vergangene Jahr. Schon 2013 waren die Erlöse deutlich schneller gewachsen als beim Rest der Branche.

ARM-Zentrale in Cambridge, England
ARM-Zentrale in Cambridge, England
Foto: Yesme@ via Wikimedia Commons (CC-BY-SA-2.0)

Doch im vierten Quartal machten die Briten, deren Technologie unter anderem in Produkten des kalifornischen Technologiekonzerns Apple steckt, unter dem Strich 6,2 Millionen Pfund (7,5 Millionen Euro) Verlust. Grund waren allerdings nicht schlechter laufende Geschäfte, sondern eine Sonderabschreibung über knapp 60 Millionen Pfund wegen einer großen Patentübernahme. Dadurch lag der Überschuss auf Jahressicht mit knapp 105 Millionen Pfund rund ein Drittel unter dem Wert aus 2012. ARM verdient sein Geld vor allem mit Handychips, Lizenzgebühren und einer Abgabe für jedes Gerät, das auf der Chip-Architektur der Briten basiert.

Der Konzern ist mit seinen stetigen Zuwächsen in den vergangenen Jahre eine Ausnahme in der Halbleiterbranche. 2013 lag das Wachstum satte 18 Prozentpunkte über dem Branchendurchschnitt. Normalerweise spüren die Unternehmen die Schwankungen der Wirtschaft deutlich stärker. Im vierten Quartal schloss ARM 26 neue Lizenzverträge und kann sich weiterhin auf prall gefüllte Auftragsbücher stützen. Zwar sei der Bestand zum Jahresende leicht unter das Niveau des dritten Quartals gefallen, hieß es. Verglichen mit Ende 2012 lag er aber 17 Prozent höher. Künftig will ARM auch stärker im Geschäft mit großen Servern mitmischen. (dpa/tc)