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China verbindet 25 Universitäten mit IPv6

03.01.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Das CERNIC (China Education and Research Network Information Center) hat am Samstag ein auf IPv6 (Internet Protocol Version 6) basierendes Netz in Betrieb genommen, das 25 Universitäten in 20 Städten verbindet. Das "CERNET2" (China Education Network 2) genannte Netz bietet Datentransferraten von bis zu zehn Gigabit/s und ergänzt das seit 1994 bestehende Wissenschaftsnetz CERNET, das mit IPv4 (Internet Protocol Version 4) arbeitet.

Chinas National Development Reform Commission (NDRC) hat umgerechnet rund 125 Millionen Euro in die Entwicklung IPv6-basierender Netze investiert, berichtet "China Daily". Die angeschlossenen Universitäten steuerten je eine halbe Million Euro bei. Es ist geplant, das Netz möglichst schnell auf 100 Standorte auszuweiten.

China und andere asiatische Länder wie Japan und Südkorea sind an der Entwicklung von IPv6 vor allem interessiert, weil es wesentlich mehr IP-Adressen unterstützt als IPv4. Die Version 4 des Internet-Protokolls ist auf rund vier Milliarden Adressen limitiert, die hauptsächlich von US-Firmen kontrolliert werden. Hierzulande nutzen Unternehmen großteils IPv4 und umgehen das Adresslimit durch Network Adress Translation (NAT). NAT ermöglicht es bis zu 256 Geräten in einem Unternehmen, sich eine IP-Adresse zu teilen. (lex)