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Chikago putzt IBM hinterher

26.04.2001

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die mehrere Millionen Dollar schwere Graffiti-Werbekampagne von IBM, die das Unternehmen im Januar in den USA startete, hat nach San Franzisko (Computerwoche online berichtete) nun auch die Stadtverwaltung von Chikago auf den Plan gerufen. Die Behörden mussten bis zu 10.000 Dollar für die Entfernung der Werbung aufwenden, die IBM auf die Bürgersteige der Stadt sprayen ließ. Die Graffitis zeigten drei Symbole: Ein "Peace"-Zeichen, ein Herz und einen stilisierten Pinguin. Das "Peace-Love-Linux"-Triptychon gehört zu der IBM-Werbekampagne, mit der Big Blue seine Unterstützung des Open-Source-Betriebssystems Linux propagiert.

Big Blue hat sich inzwischen bereit erklärt, die Säuberungskosten in San Franzisko und Chikago zu übernehmen. Beide Städte wollen IBM zudem zu Bußgeldzahlungen verdonnern. Diese liegen jedoch lediglich zwischen 500 bis 1000 Dollar. Größer dürfte der Image-Schaden sein, den Big Blue mit seiner alternativen Marketing-Methode hervorgerufen hat.