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Chefetage für Nokia Siemens Networks steht fest

22.06.2006
Nokia und Siemens haben das Top-Management für ihr geplantes Netzausrüstungs-Joint-Venture Nokia Siemens Networks nominiert.

Bereits bekannt (siehe: "Siemens und Nokia legen Netzsparten zusammen") war, dass Peter Schönhofer das Amt des Finanzchefs übernehmen soll. Der Manager sitzt gegenwärtig im Vorstand von Siemens Austria und soll sich beim neuen Gemeinschaftsunternehmen neben dem Finanzressort auch um die IT und Intellectual Property kümmern.

Designierter Chief Operating Officer (COO) ist Mika Vehviläinen, zurzeit Senior Vice President und General Manager des Nokia-Bereichs Core Networks. Vehvilänen bekommt die Verantwortung für die Geschäftsbereiche Radio Access, Operation Support Systems, Service Core and Applications, IP Networking and Transport sowie Broadband Access. Er werde außerdem des Geschäftsbetrieb (Sourcing, Produktion, Logistik) sowie die Abteilung Technology Platforms and Quality kontrollieren, hieß es.

Last, but not least wird Christoph Caselitz Chief Market Operations Officer mit Verantwortung für regionale Aktivitäten, die Betreuung globaler Accounts sowie die Verwaltung von Marketing und Vertrieb. Caselitz, gegenwärtig President des Siemens-Com-Bereichs Mobile Networks, erhält außerdem die Zuständigkeit für das Servicegeschäft.

Der designierte CEO Simon Beresford-Wylie, zurzeit noch Executive Vice President und General Manager von Nokia Networks, glaubt, damit aus beiden Firmen ein ideales Führungsteam rekrutiert zu haben. Dieses soll auch bei der Planung und späteren Umsetzung der Integration der Netzsparten beider Konzerne eine führende Rolle spielen. Nokia Siemens Networks soll vorbehaltlich der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und anderer aufschiebender Bedingungen voraussichtlich am 1. Januar kommenden Jahres seinen Betrieb aufnehmen.

Bereits früher am heutigen Tage hatte Nokia mitgeteilt, dass es nun doch nicht wie noch Mitte Februar angekündigt (siehe "3GSM: Nokia und Sanyo kooperieren bei CDMA-Handys") gemeinsam mit Sanyo ein Gemeinschaftsunternehmen für CDMA-Mobiltelefone starten wird. Beide Firmen seien zu dem Schluss gekommen, dass sie mit ihren CDMA-Aktivitäten besser getrennte Wege gehen sollten. Auf die lange und gute Beziehung zwischen Nokia und Sanyo solle der Rückzieher keine Auswirkungen haben, erklärte der finnische Konzern. (tc)