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Checkpoint mit Umsatz- und Gewinnrückgang

24.01.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Wegen der anhaltendenden Investitionsflaute und dem starken Wettbewerb hat Checkpoint Software im Schlussquartal 2002 deutliche Einbußen bei Umsatz und Gewinn verbucht: Im Vergleich zum Vorjahresquartal sank der Nettoprofit des israelisch-kalifornischen Anbieters von Sicherheitssoftware um 16 Prozent von 77,1 Millionen Dollar oder 30 Cent pro Aktie auf 64,5 Millionen Dollar beziehungsweise 26 Cent je Anteil. Der Umsatz ging um zehn Prozent von 122,5 Millionen auf 110,3 Millionen Dollar zurück. Dabei brachen die Erlöse aus dem Produktgeschäft um 20 Prozent auf 65,5 Millionen Dollar ein, während die Company bei den Abo- und Upgrade-Einnahmen ein Wachstum von 13 Prozent auf 35,3 Millionen Dollar verzeichnete. Der Serviceumsatz lag mit 9,5 Millionen in etwa über Vorjahresniveau (neun Millionen Dollar). Trotz der Einbrüche gelang es Checkpoint, die eigenen Erwartungen sowie die mittleren

Prognosen der Analysten zu übertreffen. Diese hatten laut Umfrage von First Call/Thomson im Schnitt mit einen Plus von 24 Cent pro Aktie bei 103,9 Millionen Dollar Umsatz gerechnet.

Auch im Gesamtjahr 2002 schnitt der Security-Spezialist bei Umsatz und Ergebnis unter den Resultaten des Vorjahres ab. So sank der Reingewinn von 321,9 Millionen auf 255 Millionen Dollar, gleichzeitig nahm Checkpoint mit 427 Millionen Dollar knapp 100 Millionen Dollar weniger als 2001 ein.

Für das laufende erste Quartal 2003 erwartet CEO Gil Shwed einen Gewinn von 24 bis 25 Cent pro Aktie. Die Einnahmen sollen nach seiner Schätzung im Bereich zwischen 104 Millionen und 106 Millionen Dollar liegen. Shwed gab jedoch zu bedenken, dass die allgemeine Konjunktur die genannten Zahlen noch belasten könnten. Für die zweite Jahreshälfte sagte der Firmenchef ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich gegenüber dem Vorjahr voraus. (mb)