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Checkpoint enttäuscht bei Ergebnis und Ausblick

22.07.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Checkpoint Software meldete für das zweite Quartal 2003 einen Rückgang bei Umsatz und Gewinn: Gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum sank der Nettogewinn des israelisch-kalifornischen Anbieters von Sicherheitssoftware um sieben Prozent von 64,7 Millionen auf 60,2 Millionen Dollar oder 24 (26) Cent pro Aktie. Der Umsatz verringerte sich um 2,5 Millionen auf 106,1 Millionen Dollar. Zwar entsprachen die Zahlen den mittleren Erwartungen der Analysten, das gewisse Etwas fehlte jedoch. So schrumpften die Produkterlöse im Jahresvergleich um 17 Prozent auf 54,8 Millionen Dollar, verglichen mit dem vorangegangenen ersten Quartal büßte Checkpoint immerhin noch sechs Prozent an Umsatz ein. Der Rückgang konnte jedoch von den gestiegenen Abo- und Upgrade-Einnahmen nahezu aufgefangen werden. Diese legten mit 40,8 Millionen Dollar im sequenziellen Vergleich um zehn Prozent, im Jahresvergleich

sogar um 25 Prozent zu. Branchenkenner sehen darin allerdings ein klares Zeichen dafür, dass Checkpoint zwar gute Geschäfte mit seinen bestehenden Kundschaft macht, die Werbung von Neukunden jedoch kränkelt.

Das Unternehmen kündigte für die zweite Jahreshälfte neue Sicherheitslösungen an, die den Umsatz wieder ankurbeln sollen. Für das laufende dritte Quartal stellt Checkpoint einen Gewinn von 22 bis 24 Cent pro Aktie in Aussicht. Der Umsatz soll zwischen 103 Millionen und 108 Millionen Dollar liegen. Die Analysten waren bislang davon ausgegangen, dass der Sicherheitsspezialist im Schnitt bei 107,7 Millionen Dollar hohen Einnahmen einen Profit von 24 Cent je Aktie erzielen wird. (mb)