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Charter schreibt schwarze Zahlen

04.11.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Die von Microsoft-Mitbegründer Paul Allen ("Cable-Guy") kontrollierte US-Kabelfirma Charter Communications konnte im dritten Quartal 2003 wieder einen Gewinn ausweisen: Das in St. Louis, Missouri, ansässige Unternehmen erzielte einen Nettoprofit von 37 Millionen oder sieben Cent je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal noch ein Defizit von 166 Millionen Dollar oder 57 Cent je Anteil angefallen war. Verantwortlich für das gute Ergebnis sind allerdings 267 Millionen Dollar aus der Umwandlung von Schulden sowie Spekulationsgewinne in Höhe von 31 Millionen Dollar. Sondereffekte ausgeklammert, verbuchte das Unternehmen einen Pro-forma-Verlust von 35 Cent je Aktie - vier Cent weniger als die mittlere Erwartung der Wall Street.

Der Umsatz der Company kletterte im Jahresvergleich um 3,5 Prozent auf 1,21 Milliarden Dollar, von Thomson First Call befragte Analysten hatten im Schnitt mit Einnahmen von 1,3 Milliarden Dollar gerechnet.

Mit einer weiteren Finanzspritze von Multimilliardär Paul Allen war es dem hochverschuldeten Unternehmen im vergangenen Jahr gelungen, ein Insolvenzverfahren abzuwenden. Mit Bankverbindlichkeiten in Höhe von 18,5 Milliarden Dollar zum 30. September ist die Situation von Charter aber weiterhin angespannt. (mb)