Gadget, Solarladegerät

Changers.com - Starter Kit im Test

03.02.2013 | von Steve Furthmüller
Solarladegeräte gibt es einige. Im Sommer funktionieren die Geräte gut, aber im Winter? Wir machten den Test mit dem Starter Kit von Changers.com.

Solarladegeräte sind eine interessante Alternative zur Steckdose. Funktioniert die Stromgewinnung mittels Sonne auch im Winter? Dieser Frage gingen wir mit dem Starter Kit von Changers.com nach. Das Set enthält ein Solarpanel mit Namen Maroshi und einen Akku, der Kalhuohfummi heißt.

Changers Starter Kit
Changers Starter Kit
Foto: Changers.com

Die Ausbeute an Strom ist mit der Standardausrüstung gering. Es wurden 0,03 Watt in der Sekunde produziert, obwohl die Sonne direkt auf das Panel schien. Erst als wir von der Erweiterungsoption Gebrauch machten, konnte der Test starten. Wir verdoppelten die Fläche der Solarzelle mittels eines zweiten Maroshi und einem Y-Adapters mit Namen Spider. Die zwei Lithium-Ionen-Rundzellen mit 3,7 Volt, die im Solarkraftwerk stecken, generierten nun sechs Watt in der Sekunde – bei sechs Grad und bewölktem Himmel. In Anbetracht, dass ein Solarpanel maximal vier Watt Leistung produzieren kann – ein guter Wert. Die maximale Kapazität des Kalhuohfummi beträgt übrigens 40 Wattstunden. In unserem Test brauchte es sieben Stunden bis der Akku voll geladen war. Damit lässt sich ein HTC Desire einmal vollständig und ein weiteres Mal bis zu 70 Prozent aufladen. Bei einem weiteren Test bei neun Grad und zwischendrin klarem Himmel erzielten wir das Maximum mit acht Watt in der Sekunde. Die Ladezeit war nahezu identisch.

Einfache Bedienbarkeit

Um das Kraftwerk in Betrieb nehmen zu können, haben wir die einzelnen Elemente miteinander verbunden. Die fast zwei Meter (1,90 Meter) langen Kabel der Maroshi, die mit dem Solarpanel fest verbunden sind, vereinigten wir mithilfe des Spiders mit dem Kalhuohfummi.

Foto: Changers.com

Nachdem alle Elemente miteinander verbunden waren, platzierten wir die Solarmodule mit einer Fläche von 29 mal 15 Zentimeter, so dass die Sonne direkt darauf schien. Das mobile Kraftwerk produziert automatisch Strom, nachdem es aufgebaut ist und ausreichend Sonnenlicht abbekommt. Mithilfe der horizontalen LED-Anzeige im Generator lässt sich das Maroshi optimal ausrichten. Die Menge des erzeugten Stroms hängt von der Geschwindigkeit der aufleuchtenden grünen LED ab. So bedeutet einmal blinken in drei Sekunden 0,03 Watt, einmal pro Sekunde ein Watt und zweimal pro Sekunde zwei Watt und so weiter bis das Maximum erreicht ist. Das Kalhuohfummi besitzt übrigens nur einen einzigen Knopf, mit dessen Hilfe sich der Ladezustand ablesen lässt. Sobald alle vier LEDs leuchten, ist das Ladegerät komplett aufgeladen. Das Aufladen von USB-Geräten ist genauso einfach. Hierzu muss das Gerät lediglich an das Kalhuohfummi angeschlossen werden.

Foto: Changers.com

Hinweis: Direktes Sonnenlicht ist für die Stromerzeugung wichtig. Eine Fensterscheibe verringert je nach Bauweise die Menge an erzeugter Elektrizität drastisch. Die meiste Energie lässt sich hinter einem einfach verglasten Fenster gewinnen. Viele Scheiben sind mittlerweile aber doppeltverglast, besitzen eine zusätzliche Tönung und einen UV-Schutz. Am besten ist es daher das Maroshi im Freien beziehungsweise vor dem Fenster zu platzieren.

Robust und gute Mobilität

Foto: Changers.com

Das Solarladegerät ist praktisch. Wer das kompakte Kraftwerk bestehend aus einem 196 Gramm leichten Solarmodul inklusive Kabel und den 160 Gramm leichten Generator bei acht mal zehn mal zweieinhalb Zentimeter Größe unterwegs nutzen möchte, kann Schnüre durch die Schlaufen an den Ecken des biegsamen Maroshi führen und dieses so am Rucksack befestigen. Das Solarpanel ist zudem wetterbeständig. Tiefe Temperaturen und Schneefall können dem Modul nichts anhaben, ferner lässt sich das Kabel im Fensterrahmen einklemmen.

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