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CERT: Neue Trends bei DDoS-Angriffen

25.10.2001
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MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - DoS- (Denial of Service) und DDoS-Attacken (Distributed Denial of Service) verursachen zurzeit die meisten Schäden im Internet. Immer häufiger versuchen Angreifer mit automatisierten Tools direkt in die Infrastruktur einzugreifen. Die beliebtesten Ziele seien dabei wichtige Netzknotenpunkte wie zum Beispiel Router, stellen die CERT-Mitarbeiter (Computer Emergency Response Team) Kevin Houle und George Weaver in einem Aufsatz fest.

DoS- und DDos-Tools überfüttern Rechner und Netzkomponenten mit unsinnigen Datenpaketen, so dass sie schließlich unter der Last des Datenverkehrs zusammenbrechen. Problematisch sei vor allem, dass sich die Technologie, mit der solche Angriffe gestartet werden, laufend verbessert. Ein Beispiel dafür sind Würmer wie "Code Red" und "Nimda", die sich selbständig verbreiten und gezielt Sicherheitslücken von Serversystemen nutzen. Opfer einfacher DoS-Angriffe seien hauptsächlich Windows-Anwender, die sich jedoch laut Houle und Weaver gut mit einer Personal Firewall (zum Beispiel Tiny Personal Firewall) schützen können. Anders sehe es bei Routern aus. Diese ließen sich relativ schlecht abschotten. Würden sie gezielt lahmgelegt, könne dies den Datenfluss im Internet ernsthaft gefährden.