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CEO von Business Objects tritt zurück

12.09.2005

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Beim führenden Anbieter von Software für Business Intelligence (BI), Business Objects, bahnt sich ein Führungswechsel an. Laut Informationen der Computerwoche wird Bernard Liautaud, Chief Executive Officer, President und Gründer von Business Objects, heute im Lauf des Tages seinen Rücktritt bekannt gegeben. Nach 15 Jahren an der Spitze des Unternehmens zieht er sich in den Aufsichtsrat zurück und nimmt zugleich die Position eines Chief Strategic Officers ein. Neuer CEO wird John Schwarz, der zuvor President von Symantec war. Zu den Gründen für den überraschenden Wechsel schweigt das Management bisher. In einer Pressemeldung heißt es lediglich, dass es Zeit für einen Wechsel gewesen sei, um das Unternehmen weiter wachsen zu helfen. Näheres soll im Lauf des Tages in einem Conference Call erläutert werden.

Business Objects hatte zuletzt gute Geschäftszahlen vorgelegt und Umsatz und Gewinn gesteigert (siehe "Business Objects trumpft auf"). Zudem hatte das Unternehmen nach langem Zögern mit dem Kauf des Spezialisten SRC sein Portfolios in Richtung des zunehmend attraktiven Markts für Business-Perfomance-Management und Finanzanalysen erweitert (siehe auch im "Business Objects korrigiert seine Produktstrategie"). Marktbeobachter und Konkurrenten wie Cognos hatten indes darauf hingewiesen, dass Business Objects noch an der Zusammenführung seines Porfolios mit dem des zugekauften Reporting-Spezialisten Chrystal Decisions arbeite und nun mit SRC, das eine andere technische Basis hat, weitere Integrationsaufgaben ins Haus stünden. Die von Business Objects seit längerem propagierte Plattform für BI sei damit noch nicht verfügbar. (as)