R560 Aura P8400 Madril

Centrino-2-Notebook von Samsung im Test

Thomas Rau ist Ressortleiter Hardware bei der PC-WELT. Sein Spezialgebiet sind Notebooks: Seit 1998 testet er Business- und Consumer-Laptops sowie andere mobile Geräte für unsere Schwesterpublikation. Zu seinen Themenbereichen gehören außerdem WLAN und Netzwerke.
Das Samsung R560 bietet jede Menge aktuelle Technik - und das für unter 1000 Euro. Ausstattungsmerkmale wie die neue Centrino-2-Plattform von Intel und die Mittelklasse-Grafikkarte 9600M GT von Nvidia sprechen für sich.

Beim Samsung R560 Aura P8400 Madril kommt der Core 2 Duo P8400 zum Einsatz. Die Prozessoren der P-Reihe hat Intel zum Start von Centrino 2 neu eingeführt. Die maximale Leistungsaufnahme (Thermal Design Power, TDP) dieser CPUs beträgt 25 Watt. Indes verbrauchen die anderen Standard-Mobil-CPUs von Intel bis zu 35 Watt. TDP ist in erster Linie für Notebook-Hersteller zu beachten. Gehäuse und Kühlsystem müssen mit dieser maximalen Abwärme zurechtkommen. Je geringer die TDP eines Prozessors, desto kleiner und flacher kann ein Notebook gebaut werden, da man weniger oder kleinere Lüfter benötigt beziehungsweise die Komponenten im Gehäuse enger packen kann.

Hohes Tempo im Sysmark 2007

In der Preisklasse bis 1000 Euro setzt sich das Samsung R560 Aura P8400 Madril an die Tempo-Spitze
In der Preisklasse bis 1000 Euro setzt sich das Samsung R560 Aura P8400 Madril an die Tempo-Spitze

Mit 124 Punkten im Sysmark 2007 legte das Samsung R560 ein hohes Tempo vor. Das gilt für alle Anwendungsbereiche - Office, Bild- und Videobearbeitung und Internet. Denn neben dem rechenstarken Prozessor spendiert Samsung dem Notebook 4 GB DDR3-RAM – von denen Vista nur 3 GB nutzt – und eine schnelle 320-GB-Festplatte. Die Grafikkarte Geforce 9600M GT bewältigt auch aktuelle und anspruchsvolle DX-9-Spiele locker in der maximalen Displayauflösung von 1280 x 800: Bei World in Conflict schaffte sie 36 Bilder pro Sekunde, bei FEAR waren mit aktivierter Kantenglättung 45 Bilder pro Sekunde drin. Für Direct-X-10-Effekte ist sie allerdings zu langsam – World in Conflict stotterte bei diesen Einstellungen mit 16 Bildern vor sich hin. Insgesamt war das R560 aber das schnellste Notebook in seiner Preisklasse.

Auch bei der Ausstattung bietet das Samsung R560 viel fürs Geld. Neben der großen Festplatte überzeugt die Netzwerk-Ausrüstung mit 11n-WLAN, Gigabit-LAN und Bluetooth. Samsung nutzt fürs WLAN zwar nur Intels 300-Mbit/s-Modul Wifi Link 5100 statt die 450-Mbit/s-Version 5300 – doch das reicht in der Praxis völlig aus. Bei den Schnittstellen fehlen mit Modem, Firewire und TV-out mehrere Standardports, auch e-SATA bietet das R560 nicht. Auch nur drei USB-Buchsen sind nicht üppig, wenn man viel Peripherie anschließen will. Dafür gibt es auf der linken Gehäuseseite einen HDMI-Ausgang.

Voll überzeugen konnte das R560 im Akkutest – es schaffte knapp vier Stunden ohne Netzstrom. Seine Leistungsaufnahme lag bei rund 14 Watt – so sparsam sind eigentlich nur Notebooks mit integrierter Chipsatzgrafik. Doch auch im Akkubetrieb bietet der Samsung-Laptop eine hohe Rechenleistung: Sein Performance/Watt-Wert schlägt vergleichbare Notebooks deutlich. Das Gewicht von 2,66 Kilogramm geht in Ordnung.