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Cenit ist trotz Verluste optimistisch

13.02.2003

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Der Vorstand der Cenit AG Systemhaus blickt trotz eines von Umsatzrückgängen und Verlusten gezeichneten Geschäftsjahres optimistisch in die Zukunft. Zwar gingen die Einnahmen 2002 nach vorläufigen Berechnungen im Vergleich zum Vorjahr um 21 Prozent auf 94,3 Millionen Euro zurück. Das Unternehmen sieht sich damit dennoch insbesondere in Deutschland im Plan. So begründete der Stuttgarter IT-Dienstleister den Umsatzeinbruch in erster Linie mit der vorangegangenen Konzernrestrukturierung, bei der sich Cenit von Auslandstöchtern in Nordamerika und Großbritannien getrennt hatte. Andererseits habe eine Konzentration auf Beratungsleistungen die Erlöse im Hard- und Softwaregeschäft geschmälert, so das Unternehmen.

Mit einem Gewinn von 2,4 Millionen Euro vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen sieht Cenit den Turnaround auf EBITDA-Basis bereits bewältigt, nachdem im Vorjahr noch ein entsprechender Verlust von 2,9 Millionen Euro verbucht worden war. Aufgrund von Abschreibungen fällt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern mit minus 5,2 Millionen Euro allerdings noch deutlich negativ aus. So haben die Stuttgarter beschlossen, den verbliebenden Firmenwert der französische Tochter Spring Technologies in Höhe von 5,3 Millionen Euro zum Jahresende komplett abzuschreiben. Spring soll nun im Rahmen eines Management-Buyouts verkauft werden (Computerwoche online berichtete). 2001 lag das Defizit vor Zinsen und Steuern allerdings noch bei 7,8 Millionen Euro. Da das Unternehmen im vergangenen Jahr bereits auf operativer Basis einen Gewinn erzielte, ist der Cenit-Vorstand überzeugt, in diesem Jahr ein

positives Nettoergebnis zu erwirtschaften. (mb)