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CeBIT startet - Merkel kommt zur Eröffnung

08.03.2006
Die IT-Branche versammelt sich in Hannover zur weltgrößten Computermesse CeBIT. Bundeskanzlerin Angela Merkel eröffnet die Messe heute Abend offiziell.

Die IT-Branche versammelt sich in Hannover zur weltgrößten Computermesse CeBIT. Heute (Mittwoch) präsentieren am ersten Pressetag mehrere Telekom-Anbieter und Elektronik-Hersteller ihre Produkte. Der Handelskonzern Metro stellt das Einkaufen der Zukunft mit der Funk-Technik RFID vor, die irgendwann den Barcodeersetzen soll. Zudem berichtet der Branchenverband BITKOM über die konjunkturelle Entwicklung der weit verästelten Branche. Am Abend kommt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur offiziellen Eröffnung. Für das Publikum öffnet die Messe am Donnerstag.

Hauptthemen der CeBIT 2006 sind unter anderem Internet-Telefonie, schnelle Breitbandzugänge und digitale Unterhaltung. Neue Technologien verändern die Branchen schnell und immer stärker. Traditionelle Telekom-Anbieter geraten mit dem Vormarsch des preiswerten Telefonierens über das Internet (VoIP) unter Druck und reagieren mit neuen Tarifen und und Angeboten.

Am Mittwoch stellen aus der Telekom-Branche Arcor und der Mobilfunk-Betreiber O2 ihre Neuheiten vor. Am Vortag kündigte die Deutsche Telekom bereits an, dass 20 Spiele der Fußball-WM live auf dem Handy übertragen werden. Das DSL-Netz soll mit 200 Millionen Euro für höhere Geschwindigkeiten ausgebaut werden. Parallel dazu arbeitet der Branchenprimus an dem für Sommer geplanten Hochgewindigkeits-Glasfasernetz für den Internet-Zugang, an das zunächst 50 Großstädte angeschlossen werden sollen.

Für die Elektronik-Hersteller machen Sharp und LG Electronics den Anfang. Dabei wird es unter anderem um Flachbild-Fernseher gehen, die sich als robuster Wachstumsmarkt etabliert haben. Sharp sieht sich als Marktführer bei LCD-Geräten und arbeitet an einer starken Erhöhung der Kapazitäten. BenQ Mobile, die vom taiwanischen BenQ-Konzern übernommene ehemalige Siemens-Mobilfunksparte, will neue Handys vorstellen. IBM berichtet über ein europäisches Supercomputer-Projekt.

Die Verbreitung von schnellen Breitband-Verbindungen und pfiffigen Software-Werkzeugen lässt neue Dienste für die Nutzer entstehen. Dazu zählen Programme, mit denen man bequem aus dem Internet arbeiten kann. Ein Trend ist die lokale Suche, die nicht nur die Adresse von Geschäften oder Betrieben anzeigt, sondern auch ihren Standort auf einer Karte. Für diesen Markt stellt Web.de am Mittwoch einen eigenen Dienst vor, andere Anbieter wie Google stehen angeblich schon in den Startlöchern.

Metro will auf der Messe das Einkaufen der Zukunft demonstrieren. Der Handelskonzern setzt konsequent auf die RFID-Technik, bei der die Daten von kleinen Chips auch ohne direkten Kontakt auf kurzer Entfernung per Funk ausgelesen werden können. Damit bietet das System mehr Möglichkeiten als herkömmliche Barcodes. Bis alle Artikel im Supermarkt mit RFID-Chips ausgestattet sein werden, könnten noch zehn bis 15 Jahre vergehen, heißt es bei METRO. Derzeit werden noch Paletten oder Kartons mit den Chips versehen. (dpa/tc)