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CeBIT: SAS baut Portfolio an Analysesoftware weiter aus

10.03.2005

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - SAS Institute, Anbieter von Business-Intelligence-Software, hat zur CeBIT eine Reihe von Produkt-Updates und Neuheiten vorgestellt. So steht nun die Lösung "SAS Credit Risk Management" in Version 4.1 bereit. Die umfasst Funktionen, die Finanzdienstleister dabei unterstützen sollen, die Anforderungen an Kapitalrückstellung und Risiko-Management im Zusammenhang mit Basel II zu erfüllen. Hierzu sind eine Reihe vorkonfigurierter Anlyseroutinen für die Berechnung von gesetzlich vorgeschriebenen sowie betriebswirtschaftlich sinnvollen Rückstellungen hinzugekommen. SAS Credit Risk Management ist Teil des Softwarepakets für das Risiko-Managemet "SAS Risk Management", das bei der unternehmensweiten Analyse von Kredit- und Marktrisiken helfen soll.

Speziell für die TK-Industrie ist jetzt auch in Deutschland die Branchenlösung "SAS Telecommunications Intelligence Solutions" verfügbar. Dies hat zum Ziel, Carrier bei der Bewertung der Profitabilität von Kunden, Services, Vertriebskanälen und Telefontarifen zu unterstützen. Dazu kommen bisherige SAS-Techniken für das Activity-based-Management zum Einsatz. Weitere Analyse- und Reporting-Funktionen dienen laut SAS dazu, die Kundenbindung, das Kundenverhalten, Zahlungsausfallrisiko sowie Cross- und Up-Selling-Chancen untersuchen und bewerten zu können. Ebenfalls jetzt in Deutschland erhältlich ist "SAS Web Analytics", die speziell für die Auswertung von CRM-Aktivitäten im Online-Handel gedacht ist.

Eine weitere Neuheit ist die BI-Software "SAS Personal Analytics", mit der der Hersteller nun auch Personalabteillungen angeht. Sie soll vor allem Spezialisten die Entwicklung und Nutzung von Prognoseverfahren und Analysen in diesem Umfeld ermöglichen. Durch eine Kombination mit der Software "SAS Enterprise Miner" lassen sich zusätzlich Auswertungsverfahren des Data-Minings einbeziehen. Für April kündigte Jost Dörken, General Manager von SAS Deutschland, außerdem mit "SAS Enterprise BI Server" eine Lösung an, die Adhoc-Abfragen, Standard-Reporting, Online Analytical Processing (Olap) in einem BI-Produkt gestatten soll und über ein Portal bedienbar ist. Damit tritt SAS in Konkurrenz zu aktuellen Berichtswerkzeugen von Cognos oder Microstrategy. Weitere Details will SAS in Kürze bekannt geben.

Auf einer Presseveranstaltung lieferte Dörken zudem die Umsätze für das vergangene Jahr nach. Danach erzielte das privat geführte einen weltweiten Umsatz von 1,53 Milliarden Dollar. Dies entspricht einer Steigerung von 15 Prozent gegenüber 2003. Auf den deutschen Markt entfielen davon 128,5 Millionen Dollar. (as)