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CeBIT: Neue Sicherheitssysteme fürs Online-Banking

14.03.2002

MÜNCHEN (COMPUTERWOCHE) - Besonders biometrische Verfahren und dynamische Kennwörter sollen in Zukunft das Online-Banking sicherer machen. Auf der CeBIT zeigt zum Beispiel die Firma Vasco das Produkt "Digipass" (siehe Bild), das alle 30 Sekunden die Passwörter von Anwendern ändert. Für Hacker lohnt es sich somit nicht, diese zu knacken, da sie in der Regel bereits ungültig sind, wenn sie entschlüsselt vorliegen. Im Gegensatz zu früheren Digipass-Versionen benötigt das aktuelle Produkt keine spezielle Hardware mehr, sonden läuft auf üblichen Windows-PCs, PDAs (Personal Digital Assistants) und Handys, so der Hersteller.

Panasonic stellt die Digitalkamera "Authenticam" vor, die mit einem System zur Netzhauterkennung ausgestattet ist. Spezielle Software registriert das Irismuster des Anwenders, wandelt es in digitalen Code um und speichert es in einer Datenbank. An den PC angeschlossen, soll das Gerät Benutzer für Internet-Bankgeschäfte authentifizieren.

Die bisherigen Sicherheitsmechanismen für das Online-Banking finden noch zu wenig Akzeptanz beim Kunden, meinen Experten. So stehen SSL-verschlüsselte (Secure Socket Layer) Verbindungen zwischen Kunden-PC und Bank in dem Ruf, von Hackern geknackt werden zu können. Für Smartcards, auf die immer mehr Geldinstitute setzen, brauchen die Benutzer teure Lesegeräte. Unter Umständen müsse dafür auch zusätzlicher Kundendienst geleistet werden, so Piers Wilson von der Beratungsfirma Insight. (lex)