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CeBIT: Microsoft gewinnt Samsung als Windows-Mobile-Partner

11.03.2005

HANNOVER (COMPUTERWOCHE) - Bei den Bemühungen "Windows Mobile" als Betriebssystem für Smartphones zu etablieren konnte Microsoft auf der CeBIT einen weiteren Etappensieg verkünden: Samsung bringt ein intelligentes Handy und einen Pocket-PC mit Windows als Betriebssystem auf den Markt. Zudem konnte die Company in Sachen Mobile Messaging weiteren Boden gut machen. Nach T-Mobile offeriert nun auch E-Plus die "MDA Messaging Solution" von Microsoft.

Samsung wird mit dem "SGHi 300" ein Smartphone auf den Markt bringen, das Win-dows Mobile als Betriebssystem verwendet und Microsofts "Portable Media Center" unterstützt. Zudem wird das Telefon über einen 3 GB großen Datenträger zum Speichern von Multimediadaten verfügen. Ferner wollen die Koreaner mit dem "SGHi 750" in den Markt für Windows-basierende Pocket-PCs einsteigen. T-Mobile zeigte auf der Messe bereits die zweite Generation seiner Windows Smartphones "SDA" und "SDA music", die der Konzern erst letztes Jahr ins Programm aufgenommen hatte.

Anwender, denen die Bedienung der immer kleiner werdenden Pocket PCs und Smartphones zu filigran wird, dürfen hoffen. Künftig solchen sich diese Geräte mit Microsofts "Voice Command" per Sprache steuern lassen. Funktionen wie zum Beispiel das Telefon, die Kontakte, die Termine oder der Windows Media Player können dann per Spracheingabe bedient werden. Im Gegensatz zu den meisten sprachgesteuerten Softwareprogrammen erfordert Voice Command laut Microsoft keine Aufzeichnung von Sprachbefehlen. Die Software setzt Applikationsbefehle unmittelbar nach der Installation um. Selbst Befehle in Umgangssprache oder Dialekt sollen erkannt werden. Für Smartphones mit Windows Mobile als Betriebssystem ist Voice Command voraussichtlich ab Sommer 2005 erhältlich.

Im professionellen Umfeld gewann der Konzern mit E-Plus einen weiteren Partner für das Mobile Messaging a la Microsoft. Im Gegensatz zu der im Februar mit T-Mobile vorgestellten Lösung, die sich an größere Unternehmen richtet, ist das E-Plus-Angebot für kleine und mittlere Firmen konzipiert. Zudem muss der Anwender beim E-Plus-Ansatz im Gegensatz zu der T-Mobile-Offerte keine eigenen Server betrieben, da dieser auf einer Hosted-Exchange-Lösung basiert. Auf diese Weise können Geschäftskunden mit Windows-Mobile-Endgeräten wie etwa dem PDA III oder dem Motorola MPX 220) auf E-Mails, Kalender und Kontakte zugreifen, wobei der Exchange Server als Kommunikationsplattform dient. Die Server werden zentral im Hochleistungs-Rechenzentrum eines Hosting-Partners betrieben und beherbergen die passwortgeschützten Postfächer (Exchange Accounts) der Benutzer.

Glaubt man Microsoft, so wird aber auch die T-Mobile-Lösung bei der die Anwender die Server selbst betreiben gut angenommen. Seit der Markteinführung im Februar hätten sich bereits 40 Unternehmenskunden für diesen Mobile-Messaging-Ansatz entschieden. Zu den ersten Nutzern der "MDA Messaging Solution" zählt der Energiekonzern Vattenfall Europe. (hi)